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Nach Hass-Plakat: Polizei Bremen jagt Täter mit Flyern

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Von: Fabian Raddatz

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Plakar „Zwei weniger – ACAB“ mit blauer Farbe auf weißen Stoff geschrieben
Unbekannte hatten das Plakat an der Universität in Bremen angebracht. © Polizei Bremen

Nach einem „abscheulichen“ Plakat an der Bremer Uni, das die Polizistenmorde von Kusel verhöhnte, jagt die Polizei nun die Täter – mit Flyern.

Bremen – Das Plakat schockte Politik und Polizei: „Zwei weniger – ACAB“ prangte mit blauer Farbe auf weißem Stoff, gut sichtbar auf einem Geländer des Universitäts-Boulevards in Bremen platziert. Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) nannte das Plakat „abscheulich“.

Die Polizei Bremen will nun gegen den oder die Täter vorgehen und am Freitag im Umfeld der Universität Flyer verteilen. Damit erhofft sie sich Hinweise, die zu den Hinterleuten der Plakat-Aktion führen. Sie müssen mit einer Anklage wegen Billigung von Straftaten rechnen, da die Aufschrift im unmittelbaren Zusammenhang mit den Polizistenmorden in Rheinland-Pfalz zu sehen sei, so die Polizei.

Im rheinland-pfälzischen Ort Kusel wurden am frühen Montagmorgen, 1. Februar 2022, zwei junge Beamte durch Kopfschüsse getötet. Am heutigen Freitag gedenken Beamte in Niedersachsen und Bremen ihren ermordeten Kollegen.

Hass-Plakat verhöhnt Polizistenmorde: Mäurer nennt Täter Menschenfeinde

Aufgrund der Aufschrift „ACAB“ vermutet die Polizei die Plakat-Täter im linksextremen Umfeld. „ACAB“ stellt die Abkürzung für den englischsprachigen Ausspruch „All Cops are Bastards“, also „Alle Polizisten sind Bastarde“. Das Plakat sei sofort nach der Entdeckung sichergestellt worden. Die Täter, die für das Plakat verantwortlich zeichnen, würden sich auf diesem Wege als Menschenfeinde demaskieren. Von ihnen gehe eine Gefahr für die Gesellschaft aus, sagt Mäurer. „Wer etwas in dem Zusammenhang beobachtet hat, sollte sich unbedingt melden.“

Auch die Polizei Bremen bittet um Mithilfe aus der Bevölkerung, um die Tat aufklären und die Täter zur Verantwortung ziehen. Alle Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter 0421-362-3888 entgegen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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