Großeinsatz nach Festnahme junger Einbrecher

Pöbelnde Meute beschimpft Polizei

Bremen - Kaum zu glauben, aber wahr, was sich am Donnerstagabend in Bremen ereignet hat – diesmal nicht im Bremer Norden, sondern in Kattenturm. Eine pöbelnde Meute hat die Polizei bei der Festnahme von vier jungen mutmaßlichen Einbrecher behindert und die Beamten beschimpft.

Was mit einem kleineren Fall mit zwei, drei Streifenwagen begann, entwickelte sich schließlich zu einem Großeinsatz mit rund 40 Fahrzeugen. Wie ein Sprecher am Freitag berichtete, hatte ein Zeuge mehrere Einbrecher in einer Wohnung eines Mehrparteienhauses an der Agnes-Heineken-Straße beobachtet. Einer aus der Gruppe kletterte über den Balkon und verschaffte sich durch die Glastür gewaltsam Eintritt. Die alarmierte Polizei traf schnell ein und umstellte das Haus, wie der Sprecher weiter sagte. 

Ein 17 Jahre alter Verdächtiger soll den Beamten direkt in die Arme gelaufen sein. Seine 14, 15 und 17 Jahre alten mutmaßlichen Komplizen wurden im Treppenhaus gestellt. Während die Einsatzkräfte ihre Arbeit verrichteten, sollen sich Familienangehörige und Bekannte – alle wohnhaft in der Gegend – mit den Jungen solidarisiert haben. Bis zu 40 Personen sollen die Maßnahmen der Polizei infrage gestellt und die Beamten in verschiedenen Sprachen beschimpft haben. Die Lage beruhigte sich erst, nachdem Verstärkung eintraf. Schließich waren etwa 40 Polizeifahrzeuge vor Ort, außerdem Diensthunde.

Die vier Jugendlichen sollen laut Polizei alle bereits mehrfach aufgefallen sein. Sie wurden wieder auf freien Fuß gesetzt, wie es heißt. gn

Rubriklistenbild: © dpa

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