Nabu stellt „Top Ten“ vor / Das alte Handy länger benutzen, Produkte aus der Region kaufen und sich engagieren

Zehn gute Vorsätze für die Natur

Gute Vorsätze rund um die Natur hat der Nabu Bremen in seinen „Top Ten“ zusammengestellt.
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Gute Vorsätze rund um die Natur hat der Nabu Bremen in seinen „Top Ten“ zusammengestellt.

Bremen - Welche guten Vorsätze soll man noch fassen, wenn die letzte Zigarette kaum erinnerbar, der abendliche Rotwein dagegen unverzichtbar und der Sixpack schier unerreichbar geworden sind? „Statt krampfhaft sich selbst zu optimieren, kann das Engagement für die Natur eine sinnstiftende und denkbar einfach umzusetzende Alternative sein“, sagt Sönke Hofmann, Geschäftsführer des Naturschutzbundes in Bremen (Nabu).

„Oft sind es die kleinen Dinge im Alltag, die in der Summe aller Bürger enorme Auswirkungen haben“, so Hofmann. Und so gibt der Nabu in seinen „Top Ten“ Tipps der guten Vorsätze. Vorsatz Nummer 1: Getränke künftig nur noch in Mehrwegflaschen kaufen. Jährlich ließen sich damit Milliarden von Flaschen und Getränkekartons einsparen. „Pfand alleine genügt nicht“, stellt der Nabu fest. Dosen und Pfandflaschen beim Discounter würden zwar gesammelt, aber energieaufwendig geschreddert und eingeschmolzen. Echte Mehrwegflaschen verbrauchten dagegen viel weniger Ressourcen.

Vorsatz Nummer 2 für den passionierten Naturfreund ist der Bau eines Nistkastens oder Insektenhotels. „Alternativ kann man diese auch kaufen und aufhängen. Der Vorsatz sollte sein, jede Menge Brutplätze für alle Gattungen zu schaffen“, regt Hofmann an. Ebenfalls einfach umzusetzen ist Tipp Nummer 3. „Nutzen Sie Ihr Handy doch einfach etwas länger und geben Sie es dann ins Recycling“, schlägt er vor. Der Nabu sammelt alte Handys und bekommt so Spenden für Europas größtes Renaturierungsprojekt an der Havel.

Im eigenen Garten (Tipp 4) sollte ein Eckchen für Schmetterlinge eingerichtet werden. „Das kann man mit einer Schmetterlingswiese oder noch simpler mit Brennnesseln, die man stehen lässt, erreichen.“ Die ungeliebte Pflanze sei die wichtigste Nahrungspflanze für Raupen, weiß der gelernte Förster Hofmann. Fragt sich allerdings, wer gern Brennnesseln im Garten hat... Vorsatz Nummer 5 für Naturfreunde mit eigenem Garten: eine alte Obstsorte retten. „Jeder neu gepflanzte Baum hilft“, so der Nabu.

Wir bleiben beim Thema Ernährung (Tipp 6). Hofmann: „Unsere Ernährung ist für rund 40 Prozent des Klimawandels verantwortlich. Auch hier lassen sich leicht gute Effekte erzielen. Der Nabu rät zu Produkten aus der Region. Vorschlag Nummer 7: spezielle Dachziegel für Fledermäuse oder Spatzen. Und natürlich lässt der Nabu die Urlaubsreise nicht aus und schlägt Ziele in der Region vor, die mit der Bahn oder dem Rad zu erreichen sind. Ein Trip auf einem Kreuzfahrtschiff? Das geht für den Nabu gar nicht. Und Flugreisen seien unter ökologischen Gesichtspunkten nur ein- bis zweimal pro Jahrzehnt vertretbar. Nun denn!

Die letzten beiden Empfehlungen für gute Vorsätze haben nichts mit Verzicht, sondern mit Einsatz zu tun. Vorsatz Nummer 9, den der Bremer Nabu Menschen ans Herz legt, ist dann auch der Beitritt zu einem Umweltverband.

Nummer 10 ist Hofmanns Favorit: „Der absolut wichtigste Vorsatz für 2015 muss das Engagement für die Gesellschaft sein“, findet er. „Wir brauchen Menschen, die ein Stück Verantwortung übernehmen, die ein Projekt begleiten und in die Hand nehmen.“

gn

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