Rund 15 000 Zuschauer sehen die neue Show von „Apassionata“ in der Bremen-Arena

Mutige Reitkunst in Perfektion

Laurent Jahan mit seinem Esel „Basile“, der lieber schlafen möchte.

Bremen - Von Viviane Strahmann· Für einen kurzen Augenblick stockt den Zuschauern in der trotz Schnee und Eis gutbesuchten Bremen-Arena der Atem. Gerade zeigen die tollkühnen Trickreiter der Equipe um François Jacquelin bei der Pferdegala „Apassionata“ ihre Künste, da geht ein Reiter samt Pferd zu Boden.

Entsetzte Aufschreie auf den Rängen, doch schnell schwingt sich der Akrobat wieder in den Sattel, um kurz darauf seine wohl schwierigste Nummer zu zeigen: Im schnellen Galopp schlängelt er sich unter dem Rücken seines Pferdes hindurch.

Mit begeisterten Pfiffen belohnt das Publikum am ersten Weihnachtstag den mutigen Auftritt in der „Apassionata“-Show „Im Licht der Sterne“, der zeigt, dass die „magischen Begegnungen“ – so der Untertitel – zwischen zwei- und vierbeinigen Künstlern längst keine Routine sind. Eingebettet in eine nette Geschichte, verzaubern 45 Pferde – von riesig bis ganz klein – das buntgemischte Publikum. Drei Shows über Weihnachten ziehen rund 15 000 Menschen in die Stadthalle.

Als sich Leyla aus dem Elfenreich beim Anblick einer Sternschnuppe etwas wünscht, fällt diese als Sternenstaub auf die Erde. Sie hütet ihn wie einen Schatz, doch dunkle Gestalten stehlen ihn. Mit dem geheimnisvollen Reiter Pedro (der 24-jährige Franzose Laury Tisseur) auf seinem eleganten weißen Lusitano macht sich auf, den Sternenstaub zurückzuholen.

So romantisch die Begegnung von Leyla und Pedro auf einem Ball, so lustig der Auftritt von Laurent Jahan und seinem kitzelig-sturen Esel „Basile“, der sich die Decke über den Kopf zieht, lieber schlafen will. Putzige Mini-Shettys in schwarzem Winterpelz verzücken große wie kleine Zuschauer. Ihr gemeinsamer Auftritt mit dem imposanten Shire-Horse, geritten von Daphne de Visser, dürfte nicht nur eingefleischte Pferdeliebhaber begeistert haben. Die zierliche Frau zeigt, dass die als Kutschpferde bekannten Riesen auch durchaus Talent für die „Hohe Schule“ besitzen. Ein seltenes Bild, als eines der Mini-Pferde unbeeindruckt durch die Beine des „Gentle Giant“ spaziert.

Höchste Versammlung und raumgreifenden Galopp vereinen die Reiterinnen um Petra Geschonneck mit ihren fünf Friesenhengsten – schwungvolle Dressurkunst in Perfektion. Meterhoch und kraftvoll in die Luft springen dagegen die Lusitanos vom Team Luis Valença, dem Meister der portugiesischen Schule des Reitens.

Nicht so elegant, dafür temporeich geht es bei der „Ungarischen Post“ von Yannick Gicquel zu. Ein Gespann von sechs Pferden lenkt er auf ihrem Rücken stehend über eine feurige Hürde. Für Pferdekenner und Laien gleichermaßen beeindruckend: die Freiheitsdressur der Equipe Hasta Luego.

Wer die Pferde-Gala schon ein paar Mal gesehen hat, wird die meisten Showelemente wiedererkennen. Etwas schade: Wirklich neu ist hier nichts. Langweilig wird es dank einer kurzweiligen Mischung und der beeindruckenden Leistung von edlen Vierbeinern und mutigen Zweibeinern trotzdem nicht.

WWW.

apassionata.de

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