Musikschau vom 29. bis 31. Januar 2016

Stepptanz und Schuhplattler

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Freuen sich auf die Musikschau: Lieutnant Michael Mench, Orchesterchef der USA (v.l.), Solotänzer Anthony Fallon und Joshua Gates (USA).

Bremen - Sie ist in ihrer 51-jährigen Geschichte immer wieder für eine Überraschung gut, die „Musikschau der Nationen“. So auch diesmal, wenn das Blasmusik-Festival vom 29. bis 31. Januar 2016 in der Stadthalle (ÖVB-Arena) stattfindet. Organisatorin Isa Nolle vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Bremen bietet in der neuen Show nicht nur Marschmusik auf. Diesmal darf auch gesteppt werden.

„Bei meinem Besuch eines großen Musikfestivals in der Stadt Norfolk im US-Bundesstaat Virgina habe ich den ehemaligen Solotänzer der Tanzshow ,Riverdance‘ getroffen und ihn spontan gefragt, ob er nicht auch Lust hätte, in Bremen bei der Musikschau aufzutreten“, erzählt Isa Nolle. Wer die engagierte Bremerin kennt, weiß, wie überzeugend sie ihr Projekt verkaufen kann. Tänzer Anthony Fallon fand die Idee jedenfalls gut und kommt jetzt mit etwa 20 Tänzern zur Musikschau 2016.

Damit fingen bei Isa Nolle die organisatorischen Probleme allerdings erst an. Die Musik für die Tänzer soll nicht vom Band kommen, sondern live vor Ort gespielt werden. Nach einigen Anrufen mit entsprechender Überzeugungskraft übernimmt das nun die „United States Air Forces in Europe Band“, die in Ramstein stationiert ist. Master Sergeant Joshua Gates, Klarinettenspieler der Band: „Die irische Musik und die alten Tänze haben ja auch in Amerika eine Tradition, da sie damals mit den Auswanderern von Irland zu uns gekommen sind. Wir werden uns schon eine schöne musikalische Begleitung für die Stepptänzer einfallen lassen.“

Da möchten die Österreicher natürlich nicht hinten anstehen und werden mit fast 70 Personen als neugegründete „Marktkapelle Gamlitz“ aus der Süd-Steiermark nach Bremen reisen – und das natürlich mit Schuhplattlern. Wie das musikalisch und tänzerisch alles genau ins Programm passt und welche organisatorischen Hindernisse sonst noch angegangen werden müssen, wurde kürzlich bei einem Arbeitstreffen in Bremen besprochen, an dem nach einer Hallenbesichtigung alle Chefs der jeweiligen Orchester teilgenommen haben.

Es wird nicht nur getanzt bei der Musikschau – neben Österreich, Irland und den USA nahmen an dem Arbeitstreffen auch die musikalischen Leiter des Heeresmusikkorps Hannover teil und die der Niederlande, die das „Trompetterkoprs der Koninklijke Marechaussee“ schicken werden. Großbritannien wird mit der Feuerwehr anreisen, die sich „Devon & Somerset Fire & Rescue Service – Ceremonial Unit and Service Band“ nennt. Aus der Tschechischen Republik dürfen sich die Zuschauer der Musikschau 2016 auf die „Czech Army Central Band“ freuen, die sich musikalisch bei den Komponisten Smetana und Dvorák bedienen möchte.

Die Kenner der Musikschau wissen natürlich, dass sie wie in jedem Jahr nicht auf die Arrangements für das „Orchester der Nationen“ verzichten müssen, für die traditionsgemäß Fregattenkapitän a.D. Lutz Bammler als musikalischer Leiter verantwortlich ist.

Organisiert wird das große Benefiz-Blasmusik-Festival vom Volksbund, der als einziger Kriegsgräberdienst der Welt eine eigene schulische und außerschulische Jugendarbeit sowie eigene Begegnungs- und Bildungsstätten betreibt, wie es heißt.

Die Musikschau beginnt am Freitag, 29. Januar, um 14.30 Uhr. Um 19.30 Uhr golgt das zweite Konzert des Tages. Weitere Termine: Sonnabend, 30. Januar, 14.30 Uhr und 19.30 Uhr, Sonntag, 31. Januar, 14.30 Uhr. Karten für die Musikschau gibt es ab 23 Euro in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

gn/eb

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