Im neuen Unterhaltungstheater am Herdentorsteinweg wird gewerkelt / Eröffnung nächste Woche

Musical und Comedy im „Fritz“

Timm Kulke (l.) und Christopher Kotoucek fiebern der Eröffnung des „Fritz“ sowie der Premiere des ersten Stückes „Das Dschungelbuch“ entgegen.

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · Im Saal herrscht geschäftiges Treiben. Handwerker wuseln herum, verlegen Kabel, die aus der Decke hängen. Innerhalb der nächsten Tage wird sich das Bild wandeln: Am Donnerstag, 18. November, öffnet das neue Unterhaltungstheater „Fritz Bremen – Bühne & Bar“.

Äußerlich wirkt Geschäftsführer Christopher Kotoucek noch gelassen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Timm Kulke betrachtet er die neuesten Veränderungen im „Fritz“ am Herdentorsteinweg 39, das ab der kommenden Woche in guter, alter „Astoria“-Manier ein gastronomisches Unterhaltungstheater beherbergen soll. Im „Fritz“ – der Name ist eine Hommage an den „Astoria“-Gründer Emil Fritz – soll es ein vielfältiges Programm geben, das vom Musical, Varieté und Theater bis zu  „Poschnicks lustiger Opernschule“ reicht. „Wir wollen keine hohe Kunst, sondern Unterhaltung auf gutem Niveau“, verspricht Kotoucek.

Dunkelgrün die Wände des Saals, ein warmer Rotton für das runde Foyer: von der Optik her ein klassisches Theater mit Wohnzimmeratmosphäre, aber deshalb nicht weniger modern. Seit August wird im zukünftigen „Fritz“ schon gewerkelt. „Das frühere Kino, das rund acht Jahre leer stand, war eine Ruine“, erinnert sich Christopher Kotoucek.

Geblieben ist die Grundstruktur. Die Vorrichtung für die Bühnenkonstruktion, Sanitäranlagen, eine moderne Brandmeldeanlage, eine Küche – alles wurde neu und größtenteils behindertengerecht gestaltet. „Wir haben versucht, Altes zu erhalten, beispielsweise das runde Foyer mit seinem Stuck“, so Kulke.

Gemeinsam mit Kotoucek, der in Bremen schon zum Produktionsteam von „Robin Hood“ im Musicaltheater gehörte, stellt er das Programm auf. „Man wird uns irgendwann sicher auch mal auf der Bühne sehen“, sagt Timm Kulke, der selbst Stücke schreibt. Zweiter Geschäftsführer ist Jens Meinke, Fachmann für den kaufmännischen Bereich; Christian Schlemm übernimmt den gastronomischen Part.

Bis zu 400 Gäste sollen nach Angaben der Betreiber Platz im neuen Haus finden. Je nach Veranstaltungsform gibt es die Möglichkeit der Reihenbestuhlung wie im Theater oder die Gala-Variante, bei der 170 Gäste am Tisch essen können. Rote, samtbezogene Polsterstühle und Sofas sollen nostalgischen Charme versprühen und in dem neun Meter hohen Saal Gemütlichkeit schaffen. Als Konkurrenz für andere Einrichtungen sehen sich die Betreiber nicht: „Gerade die vermeintlichen Wettbewerber haben uns gesagt: ‚Je mehr Kultur hier läuft, desto interessanter wird der Standort für alle.’ Ich glaube, es gibt in diesem Kulturbereich keine Konkurrenz“, so Kulke.

Premiere feiert die Neuinszenierung des Familienmusicals „Das Dschungelbuch“ am Freitag, 20. November. Kartenpreise für alle Veranstaltungen liegen – Dinnershows ausgenommen – zwischen zehn und 28 Euro.

WWW.

fritz-bremen.de

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