Freunde von Opfer und Angeklagten geraten vor Gericht aneinander

Prozessauftakt zum Mord an 15-Jährigem in Gröpelingen

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In der Nacht zum 1. Oktober 2014 kam es auf diesem Sportplatz zu der tödlichen Auseinandersetzung.

Bremen - Wegen Mordes an einem 15-Jährigen stehen zwei junge Männer seit Dienstag in Bremen vor Gericht. Eine Jugendliche ist zudem wegen versuchten Totschlags angeklagt. Vor dem Gerichtsgebäude gerieten rund 30 Freunde von Opfer und Angeklagten aneinander, so dass Polizei und Justizangestellte eingreifen mussten.

Anlass der Gewalt auf einem Sportplatz in Bremen in der Nacht zum 1. Oktober 2014 sollen laut Anklage Berührungen des Opfers an Hüfte und Gesäß der damals 17-Jährigen gewesen sein. Alle Drei hätten den 15-Jährigen brutal zusammengeschlagen und gegen seinen Kopf getreten, als er schon am Boden lag. Erst als die inzwischen 18-Jährige mit „Leute, das reicht“, das Kommando zum Aufhören gegeben habe, hätten auch die beiden Mitangeklagten von dem Opfer abgelassen.

Da alle drei Angeklagten das schwer verletzte Opfer unversorgt am Tatort liegen gelassen hätten, wirft ihnen die Staatsanwaltschaft gemeinschaftlichen versuchten Totschlag vor. Die beiden Hauptangeklagten hätten anschließend in der Wohnung des Älteren beschlossen, das Opfer zu töten, weil sie eine Anzeige bei der Polizei wegen der vorangegangenen Tat befürchteten.

Mit Messern bewaffnet seien die beiden damals Heranwachsenden an den Tatort zurückgekehrt. Dem noch lebenden Opfer soll der ältere Angeklagte 27 Stiche in den Hals versetzt haben, während der Jüngere dabei Schmiere stand.Das Opfer starb am Tatort.

Die Staatsanwaltschaft geht bei den beiden männlichen Angeklagten von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit aus. Dazu soll im Prozess am Landgericht Bremen ein Sachverständiger gehört werden. Die Anwälte der Hauptangeklagten kündigten an, dass sich ihre Mandanten zu einem späteren Zeitpunkt zum Tatgeschehen äußern wollen. Der Verteidiger der 18-Jährigen sagte: „Ganz klar, meine Mandantin wird Angaben machen, aber nicht heute.“

Nach Ende des ersten Verhandlungstags kam es vor dem Gerichtsgebäude zum Streit und zu Rangeleien unter den jungen Prozessbesuchern. Polizisten sprachen Platzverweise aus. Einen 17-Jährigen, der das nicht akzeptieren wollte, nahmen sie mit zur Wache. Verletzt wurde niemand. Das Verfahren wird am 23. April fortgesetzt. Anschließend sind sieben weitere Verhandlungstage

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