Umjubelte Premiere in Bremen

David Safiers Komödie „Happy Family“: Monsterparty mit Popcorn

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„Sechs Monster auf einem Bild“, kommentierte David Safier (3.v.r.) das anstehende Foto mit seinem Kollegen Regisseur Holger Tappe zur Premiere von „Happy Family“ im Kino „Cinemaxx“. Umrahmt werden sie von den Figuren „Frank“ (v.l.) „Max“, „Fee“ und „Emma“, die im Film nur einem Fluch entkommen können, wenn sie als Familie wieder zusammenhalten.

Bremen - Von Steffen Koller. Große Monster, Popcorn, Kritik bei Sekt und bester Laune: Der Film „Happy Family“ hat am Montagabend Premiere im Bremer Kino „Cinemaxx“ gefeiert.

Mehr als 450 Besucher kamen und erlebten neben einer Komödie mit vielen Details auch einen Familienabend, den besonders die Kleinen so schnell nicht wieder vergessen werden. Denn die eigentliche Attraktion wartete schon vor Filmbeginn auf die Zuschauer.

Groß ist er, schon fast riesig mag man meinen. Dieses grüne Etwas, das am Eingang des „Cinemaxx“ auf die Besucher wartet. Schuhe wie kleine Bierkästen, der Kopf so groß wie ein prächtiger Kürbis – so steht „Frank“ am Beginn der Treppen und begrüßt das verdutzte Publikum. Doch damit nicht genug, empfangen auf allen Ebenen des Kinos skurril verkleidete Figuren die Besucher. Neben „Frank“ gesellen sich noch „Emma“, „Fee“ und „Max“ dazu – allesamt aus der Komödie „Happy Family“, nur eben mit „echten“ Menschen unter dem Kostüm.

Fotos sind gefragt

„Darf ich ein Foto machen?“, lautet die meistgestellte Frage rund eine Stunde vor der Filmpremiere. Und die Figuren schmeißen sich ordentlich in Pose – soweit das mit bedingtem Rundumblick und eingeschränkter Bewegungsfreiheit denn überhaupt möglich ist.

450 Besucher, meist Familien, sind gekommen. Und das ist genauso gewollt, sagt Drehbuchautor David Safier („Mieses Karma“, „Muh!“) nach dem Film. Man habe sich bewusst auf „ganz normale Familien“ fokussieren wollen, und eher auf „Bremer Prominenz und Wirtschaftsbosse“ verzichtet, so Safier. 

Die, die gekommen sind, freut es umso mehr. Und als an den Verkaufsständen massenhaft Nachos, Popcorn, Cola und andere süße Sachen in nicht gerade handelsüblichen Größen auch noch gratis über die Theke wandern, strahlt besonders der Nachwuchs über beide Ohren.

Film startet weniger erfreulich

Vor Freude strahlt im Film zunächst niemand. Familie Wünschmann ist unglücklich. „Frank“ arbeitet zu viel und hat kaum Zeit für seine Lieben, der Buchladen von „Emma“ läuft eher schlecht als recht. Und zu allem Überfluss steckt Tochter „Fee“ in der tiefsten pubertären Phase, die so ein Teenager überhaupt durchmachen kann. Als saures Sahnehäubchen obendrauf: der sehr intelligente „Max“, der zwar gut in der Schule ist, aber auch genau deswegen regelmäßig gehänselt wird.

Es folgt ein Fluch, der alle vier belegt – und aus dem sie nur entrinnen können, wenn sie wieder eine glückliche Familie werden. „Happy Family“ besticht dabei mit kleinen Details, die den kurzweiligen Film von Regisseur Holger Tappe („Urmel aus dem Eis“, „Konferenz der Tiere“) äußerst sehenswert machen, mit 3D-Animationen auf hohem Niveau und diversen Randfiguren, die dem Film einen besonderen Charme verleihen.

Regelmäßige Lachanfälle inklusive

Nach 93 Minuten und regelmäßigen Lachanfällen, bei dem die ein oder andere Ladung Popcorn kleine Seen auf dem Teppich des Saales zaubert, sagt Autor David Safier, es sei ein „wunderschönes Gefühl“ mit so viel Applaus gefeiert zu werden. „Happy David sozusagen“, fügt er an und sorgt gleich für den nächsten Lacher.

„Großartig“ und „absolut aufregend“, meint Kollege und Regisseur Holger Tappe. Das Publikum kommt erstmal nicht zu Wort, vor dem Saal wird dann aber bei Sekt und bester Laune philosophiert. Doch ein tosender Applaus ist wohl Kompliment genug.

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