Der Mond ist nahe

Venuslauf in Bremen: 31.847 Kilometer zugunsten krebskranker Menschen

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Voller Einsatz im Bürgerpark – Läufer und Walker geben alles beim mittlerweile 17. Solidaritätslauf „Auf zur Venus“. Jeder Kilometer bringt 50 Cent zugunsten von Bewegungsangeboten für Krebskranke ein.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Der Weg zur Venus ist noch lang, aber dem etwa 385. 000 Kilometer entfernten Mond kommt der Bremer Solidaritätslauf „Auf zur Venus“ langsam nahe. 313 314 Kilometer war der Stand, als die Läufer, Walker und Radler zum 17. Mal zugunsten krebskranker Menschen an den Start gingen. Jeder gelaufene Kilometer bringt 50 Cent für die Förderung von Bewegungsangeboten für krebskranke Menschen, gespendet von Firmen und Privatpersonen.

3 .062 Teilnehmer sind dieses Mal dabei, ein neuer Rekord. „Wir können heute 30 .000 Kilometer schaffen. Es ist gutes Laufwetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt“, sagt Marie Rösler, die beim Veranstalter Bremer Krebsgesellschaft die Beratungsstelle leitet, vor dem Start durchs Mikro.

Dann kommt das Warm-Up. Trainerin Astrid Beck legt eine CD ein und zeigt auf der Bühne ein Aufwärmprogramm. Die Masse macht mit, stampft mit den Füßen und dehnt sich. Danach sind alle warm und die Muskeln sind locker. Es geht los. Für die Läufer stehen zwei Strecken zur Auswahl: drei und 1,5 Kilometer.

Die kürzere Strecke ist für Walker gedacht und für Läufer, die öfter bei der Getränkeausgabe am Marcusbrunnen vorbeikommen wollen. Am Anfang der Kurzstrecke positionieren sich auch die Trommler von „Sambanana“ und geben den Walkern und Läufern noch ein paar donnernde Samba-Rhythmen mit auf die Strecke. Bei jeder Runde bekommen die Läufer ein Band für ihr Handgelenk. So werden die Kilometer gezählt. Andreas Vroom, Präsident des Landessportbunds (LSB), ist mit einem 20-köpfigen Team des Tus Komet Arsten da. Er will mindestens zehn Kilometer schaffen. Vroom sagt, dass er seine Schwiegermutter durch Krebs verloren hat. „Es ist toll, wie Bewegung die Menschen heute hier zusammenführt. Der Zusammenhang von Bewegung und Gesundheit ist ja auch bekannt.“

Der Mond ist in greifbare Nähe gerückt

Lara Nicolai vom ATSV Habenhausen spielt eigentlich Handball. Sie will fünf bis zehn Kilometer laufen. Auch sie kennt Krebskranke. „Der Lauf ist eine tolle Möglichkeit, da etwas zu tun.“ Schnell haben einige Läufer ihre erste Runde geschafft und bekommen ein Armband. Ein Mann mit einer Augenbinde läuft auch mit. Er wird von einer jungen Frau an der Hand geführt. Jeder läuft in seinem Tempo.

Solidaritätslauf im Bremer Bürgerpark

Elke Gasowski wartet derweil auf ihrem Rad. Sie geht auf die Zehn-Kilometer-Strecke rund um den Bürgerpark. Sie hat beruflich mit der Versorgung krebskranker zu tun. „Die Medizin ist da in den vergangenen Jahren besser geworden“, sagt sie. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet eine Radtour an. Stolze 30 Kilometer ist die Strecke lang. Sie führt bis ins Blockland. Zeitgleich nehmen in Bremen-Nord 72 Menschen beim Golfclub „Bremer Schweiz“ an der Aktion teil. Die Strecke dort ist acht Kilometer lang. Und der Ruderclub „Hansa“ sammelt Kilometer auf der Weser.

Am Ende des Tages sind 31. 847 Kilometer geschafft, ein neuer Rekord. Der Mond ist in greifbare Nähe gerückt und könnte nächstes Jahr erreicht werden. Bis zur Venus ist es allerdings noch sehr, sehr weit. 

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