Den Mond erreicht

Teilnehmerrekord beim „Venuslauf“: 38.637 Kilometer zugunsten krebskranker Menschen

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Jeder Kilometer zählt: Jung und Alt laufen beim „Venuslauf“ zugunsten von Sportangeboten für Krebskranke.

Bremen – Der 19. „Venuslauf“ im und um den Bürgerpark hat eine wichtige Etappe erreicht: den Mond. Dazu gibt es einen neuen Rekord: 3.982 Menschen (Vorjahr 3.177) machten mit und bewältigten 38.637 Kilometer.

Jeder Kilometer, der beim von der Bremer Krebsgesellschaft organsierten „Venuslauf“ zurückgelegt wird, bringt 50 Cent für Sport- und Bewegungsangebote für krebskranke Menschen, finanziert aus Spenden von Firmen und Bürgern. Bei den gesamten Läufen wurden inzwischen 416.039 Kilometer zurückgelegt. Der Mond ist im Durchschnitt 384.400 Kilometer von der Erde entfernt. Damit ist etwa ein Prozent der Entfernung zur Venus geschafft.

Von Anfang an ist die Stimmung fröhlich. Daniel Westerhoff (43) aus Stuhr-Neukrug hat sich die große Runde mit zehn Kilometern vorgenommen. „Normal laufe ich acht Kilometer im Training“, sagt er. Eine Gruppe von Frauen versammelt sich. Die Frauen machen mit bei der Initiative „Bremen läuft 10“ der Stiftung „Bremer Herzen“. Monika Krause ist schon etwa fünf Wochen dabei, startete mit drei Kilometern und läuft mittlerweile sechs bis sieben. In einigen Wochen will sie zehn Kilometer schaffen. Heute hat sie sich zwei Runden mit je drei Kilometern vorgenommen. 

Mit dem Fahrrad will Horst Kuhn (70) aus Bremen auf die Zehn-Kilometer-Strecke und die möglichst zweimal fahren. Er freut sich, etwas für den guten Zweck machen zu können. Seine Frau und seine Tochter seien an Krebs erkrankt. Beide gehen mit Nordic Walking auf die Laufstrecke. Wie die meisten Radler, nimmt Kuhn die Strecke mit einem ganz normalen Fahrrad in Angriff. Fasziniert schaut er in die Menge und sagt: „Ich wusste gar nicht, wie viele Menschen doch so sportlich sind. Es sind auch so viele Ältere.“

Etwa eine Stunde nach Beginn des „Venuslaufs“ ist am Stand des Rehazentrums Bremen einiges los. Die ersten Teilnehmer liegen auf der Liege, den Rücken nach oben. Mehrere Masseurinnen sind da und bieten eine kleine Massage der müden Beinmuskulatur an. Fünf Minuten haben sie pro Person. Henrik (48) aus Bremen erhebt sich von der Liege. „Ich wollte zehn Kilometer laufen und habe das in unter 50 Minuten geschafft“, sagt er. Danach habe er unbedingt die Massage ausprobieren wollen. „Die hat schon ein bisschen wehgetan, aber es tat gut“, sagt er. Zwei Masseurinnen sagen, dass es schon mal wehtut kann, wenn Muskelverhärtungen aufgelöst werden.

Zur Veranstaltung gehören auch Golf im Bremer Norden, Rudern auf der Weser und ein Hindernislauf auf dem Stadtwerder.  

mko

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