Traditionspflege in Pandemiezeiten

Mit Krone: Die Bremer Kohltour aus der Box

Zur Grünkohl-Box von „Made in Bremen“ gehört auch ein Bastelset für eine Krone.
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Zur Grünkohl-Box von „Made in Bremen“ gehört auch ein Bastelset für eine Krone.

Bremen – Ach, was wäre es jetzt schön mit dem Bollerwagen, den kleinen Gläsern und dem großen Würfel. . . Corona aber macht die sonst um diese Jahreszeit üblichen Kohl- und Pinkelfahrten (oder -touren) unmöglich. In großer Runde über den Deich ziehen und anschließend gemeinsam im Lokal sitzen? Undenkbar!

Was aber wird dann aus unserer schönen Kohl-Tradition? Wer wird Kohlkönig? Wohin mit dem Schnaps? Lauter Fragen, auf die in Pandemiezeiten neue Antworten gefunden werden müssen. So gibt es zum Beispiel Lokale, die „Kohl to go“ anbieten.

Und es gibt das Team von „Made in Bremen“, das in den Wochen vor Weihnachten mit dem temporären Regionalwaren-Store in der Stadtwaage ein Glanzlicht in der Bremer Innenstadt gesetzt hatte. Zu den Rennern zählten dort liebe- und humorvoll gestaltete Geschenkboxen mit regionalen Produkten.

Mini-Kohlfahrt für zwei Personen

Und nun – Tusch! – gibt es die Box zur Kohlsaison: Das „Regionallabel für Produkte von hier“ hat sich „etwas Vergnügliches einfallen lassen und die wichtigsten Zutaten für eine Mini-Kohltour für zwei Personen in einer Grünkohl-Box vereint“, so Julia Windhoff von „Made in Bremen“.

Tafelfertiger Braunkohl (wie es in Bremen ja korrekt heißt) mit zwei Kochwürsten findet sich ebenso in der Box wie zwei Bremer Pinkel sowie Kasseler-Würfel von der Fleischerei Safft (Steintor).

Dazu kommen ein Glas mittelfeiner Bio-Tafelsenf von der Wesermühle und eine kleine Flasche „Knall-Kohl“ (Schnaps aus Grünkohl und Kräutern von der Bremer Brennerei „Piekfeine Brände“). Und nicht zuletzt liegt ein Bastelset für die Kohl-Krone im Karton – denn auch bei einer Mini-Kohltour für zwei Personen muss ein Kohlkönig gekrönt werden. Oder eine Kohlkönigin.

Die Box (Preis: 29,90 Euro) ist ab Freitag, 29. Januar, im Webshop des Labels zu haben – und außerdem bei Safft (Vor dem Steintor 135 oder H.-H.-Meier-Allee 42).

Maibock-Comeback bei Inbev

Ach, wo wir gerade bei den bremischen Genusstraditionen sind. Der Brauereikonzern AB Inbev erntete im vergangenen Jahr einigen Protest, weil er die Produktion des Haake-Beck-Maibocks eingestellt hatte. Andere – wie die Union-Brauerei und „Hemelinger“ (gehört trotz des Namens inzwischen zu Ahlers aus Achim) – füllten die Lücke.

Und nun? Kehrtwende bei Inbev. Auch im Konzern schmückt man sich nun wieder mit dem Regionalen. Mit dem Haake-Beck-Maibock kehre „ein Stück altbewährter Bremer Brautradition“ zurück, heißt es – als „leckeres Starkbier für den Frühling“, so Inbev-Regionaldirektor Sebastian Roessel. Im gleichen Atemzug erinnert der Konzern an ein besonderes Datum: Eingeführt anno 1951, gibt es dieses Frühjahrsbier seit nunmehr 70 Jahren (allerdings eben mit einjähriger Unterbrechung). In den Handel kommt es Mitte Februar, so die Auskunft eines Sprechers.

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