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Bremen: Partystimmung beim Schlagerfest mit Florian Silbereisen

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Von: Martin Kowalewski

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Discokugeln und Tänzerinnen versprühen Disco-Charme beim Auftritt von Marianne Rosenberg.
Discokugeln und Tänzerinnen versprühen Disco-Charme beim Auftritt von Marianne Rosenberg. © Kowalewski

Da geht wieder etwas nach der langen Corona-Pause: Partystimmung in der Bremer Stadthalle beim „Großen Schlagerfest.XXL“ mit Florian Silbereisen und vielen Stars der Szene.

Bremen – Gleich zu Beginn zeigen die DDC-Breakdancer ihr Können auf und um Reifen, schwenken Signalflaggen. Wegen Corona verschoben, gibt’s am Dienstagabend endlich in der Bremer Stadthalle (ÖVB-Arena) mit Tausenden von Fans „Das große Schlagerfest.XXL“ mit Florian Silbereisen. Dieser fährt mit einem Motorrad auf die zentrale Bühne in der Mitte der Halle, wo an diesem Abend ordentlich Stimmung gemacht wird.

Rund 6.000 Schlagerfans in Bremer Stadthalle

Pyrotechnische Effekte und Feuerstöße kommen zum Einsatz. Ein moderner, spektakulärer Einstieg in einen langen Schlagerabend von fast drei Stunden. Mehrfach begeistern die Breakdancer mit ihren Auftritten. Silbereisen singt „Eins kann mir keiner nehmen“. Lange mussten die Fans auf diese Show warten. „Mein Gott, haben wir Euch vermisst“, ruft Silbereisen den etwa 6 000 Schlagerfans zu.

Auftritt einer Grand Dame des Schlagers: Marianne Rosenberg. Discokugeln auf der Bühne und auch im Hintergrund als Projektionen. Dazu Tänzerinnen in silbern glänzenden Ganzkörperanzügen – ein geschickt inszenierter Auftritt mit Disco-Flair. Rosenberg singt unter anderem „Lieder der Nacht“ und natürlich später auch ihren Klassiker und Partykracher „Er gehört zu mir“.

Immer wieder sorgen die Tänzerinnen mit kreativen Kostümen und Choreographien für Bilder, die das Publikum begeistern. Schlager wird an diesem Abend aufwendig und geschickt in Szene gesetzt.

Imposantes Bild beim „Großen Schlagerfest.XXL“ am Dienstagabend in der Bremer Stadthalle: Ross Antony fährt in einer Kutsche vor, begleitet von rosafarbenen Einhörnern.
Imposantes Bild beim „Großen Schlagerfest.XXL“ am Dienstagabend in der Bremer Stadthalle: Ross Antony fährt in einer Kutsche vor, begleitet von rosafarbenen Einhörnern. © Kowalewski

Bremen: Ross Antony fährt in einer Kutsche vor

Großer Auftritt von Ross Antony: Er fährt in einer Kutsche vor, begleitet und später umtanzt von rosafarbenen Einhörnern. Ein märchenhafter Anblick und dazu der Song „1000 und 1 Nacht“ („Tausendmal berührt“ von Klaus Lage)! Allerdings scheint Antony Probleme mit seiner Hose zu haben. Eine kleine, aber witzige Panne. Das Gummi in der Hose ist gerissen, der Sänger muss sie festhalten, wie er im Anschluss im Gespräch mit Silbereisen erzählt. Tja, und einmal geht’s mit der Hose im Gespräch auch abwärts. Es folgt „Que Sera“. Der Song fängt recht schunkelig an, dann kommen Beats dazu.

Geht gleich in Kontakt mit den Fans: Oli. P lässt sich auf einem Boot durchs Publikum tragen.
Geht gleich in Kontakt mit den Fans: Oli. P lässt sich auf einem Boot durchs Publikum tragen. © Kowalewski

Oli. P erscheint im Nebel auf der Bühne. Handylampen leuchten, denn dazu hat der „Flori“ die Besucher vorher aufgefordert. Ein Sternenhimmel! Unter diesem steigt Oli. P in ein Boot und lässt sich durchs Publikum tragen. Er schüttelt Hände, singt einen Song, der zu dieser dunklen, romantischen Szenerie passt: „Nachts, wenn alles schläft“. Der Star ist sofort nah bei seinen Fans. Auf dem Laufsteg im Hintergrund steht im Dunkeln ein riesiges, aufblasbares Flugzeug bereit. Bei „Flugzeuge im Bauch“ singt auch Florian Silbereisen mit.

Schlagerfest in Bremen: Jürgen Drews macht Stimmung

Mit seinen mittlerweile 77 Jahren macht er immer noch mächtig Stimmung: Jürgen Drews. Die Tänzerinnen empfangen ihn mit Fässern, auf denen sie mit Hölzern trommeln. Bei „König von Mallorca“ knien sie in ehrerbietender Pose nieder. Drews erzählt von seinem ersten Auftritt in Bremen in den 70ern, als er bei den Les Humphries Singers war.

Zu „Ein Bett im Kornfeld“ gehen viele große Bälle auf die Reise durchs Publikum. Die Zuschauer feiern den Abend, singen immer wieder mit, manche sind am Mittwoch noch heiser. Übrigens: Mund-Nasen-Schutz ist kaum zu sehen.

Matthias Reim fungiert auf der hinteren Bühne mit seinem Körper gewissermaßen als Buchstabe „i“ zwischen großen Buchstaben, die den Rest des Nachnamens bilden. Dann geht es auf Bühne in der Mitte der Arena. Dort stehen drahtige Gebilde, die gelegentlich aufleuchten und wie Blitze aussehen. „Blaulicht“ vom seinem neuen Album „Matthias“ ist der erste Song. Die Blitze leuchten auf. Danach: „Du bist mein Glück“ und „Ich hab“ geträumt von Dir“. Silbereisen sagt im Gespräch: „Viele Menschen sagen, wir erleben zur Zeit den besten Reim, den wir je hatten.“ Dazu Reim: „Das sind die Jahre.“ Und natürlich fehlt sein erster großer Hit in Bremen nicht: „Verdammt ich lieb‘ Dich“. Der Song von 1990 zündet immer noch.

Die Band „Brenner“ spielt Schlager als knackig-harten Rock, etwa den Wolfgang-Petry-Klassiker „Der Himmel brennt“. Thomas Anders singt erst im Duett mit Florian Silbereisen und dann „Modern-Talking“-Hits.

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