Abwechslungsreiche Party

„Festival Maritim“: Die Mischung macht's

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Rega Kerner (r.) und ihre Tochter Kendra. „Das ist der beste Autoscooter der Welt“, findet Rega Kerner.

Bremen - Von Martin Kowalewski. Regen am Sonnabendnachmittag, doch dann klart der Himmel auf. Im Kinderpiratenland beim „Festival Maritim“ am Wochenende in Vegesack kehrt ganz schnell Leben ein.

Eine kleine Eisenbahn mit drei Waggons, einer davon in Gestalt eines liegenden Donald Duck, fährt ihre Kreise. Darin kleine Kinder. Gelegentlich erbebt eine mehrere Meter hohe, aufgeblasene Rutschburg mit fünf schicken Türmen. Immer wieder erklimmen Kinder sie und rutschen juchzend hinunter. Daneben steht ein Becken mit kleinen Booten, angetrieben mit seitlichen Schaufelrädchen.

„Hooks & Crookes“ setzen sich auch ohne Verstärker vom Geräuschpegel ab

Die siebenjährige Kendra ist begeistert. Sie kurbelt und bringt ihr Boot zum Fahren. Sie strahlt und weicht hier und da den anderen bootfahrenden Kindern aus. Ihr Mutter Rega Kerner schaut zu. „Das ist der coolste Autoscooter der Welt. Absolut umweltfreundlich. Der sollte auf dem Freimarkt stehen“, sagt sie. „Damit ist sie schon gefahren, als sie zwei war. Mittlerweile hätte sie am liebsten ein eigenes Boot zu Hause. Das ,Festival Maritim' steht für Kendra in einer Reihe mit Geburtstag, Weihnachten und Freimarkt“, sagt Kerner. Aber auch die Mutter liebt die maritime Atmosphäre. Die gebürtige Bremerin hat ein Schiff im Vegesacker Hafen liegen.

„Hooks & Crookes“ aus Irland verbeiten auf der Weserpromenade in Vegesack maritime Stimmung.

Das Wetter spielt von nun an mit. An der Weserpromenade vor dem Stadtgarten hat sich eine Menschentraube gebildet. „Hooks & Crookes“ aus Waterford in Irland singen über das Leben auf See. Bei der Zeile „We’re growing older and hear the wind blowin'“ macht einer der Sänger im Seniorenalter eine langsame Bewegung mit dem Arm, so als bewege dieser eine schwere Last. Harte Arbeit und die Romantik des Aufbruchs in ferne Länder verpackt in einem Sound zwischen Shanty und Irish-Folk. Ohne Mikrofon und Verstärkung heben sich die markanten Stimmen der Sänger auch bei den leisen Stellen vom Geräuschpegel des Festes ab und dringen über die Promonade auf die Weser hinaus.

Veranstalter gehen von 100.000 Besuchern aus

Seit 2004 gibt es das Ensemble. Die Gruppe ist zum dritten Mal auf dem Festival in Vegesack. Sänger Declan McGrath gefällt es hier: „Die Leute hier sind sehr freundlich. Sie lauschen den Songs sehr aufmerksam. Sie verstehen zwar nicht alles vom Text, aber sie mögen den Rhythmus und die Melodien“, sagt er. Neben den Auftritten bleibe noch genug Zeit, sich Auftritte anderer Bands anzuhören.

Fritz Rapp, Mitarbeiter beim Vegesack-Marketing und in Sachen Festival ein Mann der ersten Stunde, ist zufrieden mit dem Ablauf und geht von etwa 100.000 Besuchern aus. Eine stolze Zahl für eine Veranstaltung in Bremen-Nord.

„Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal mit unserer Musikzusammenstellung. Maritim, folkig, rockig, die Art der Zusammenstellung werden Sie in Deutschland nicht noch einmal finden“, sagt Rapp. Die Besucher seien meist zwischen 28 bis 65 Jahre alt.

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