Organisierte Kriminalität

Miri-Clan: Abgeschobener Bremer Clan-Chef will Rückkehr erzwingen

Miri Clan-Chef wird zu seinem Sitzplatz im Gerichtssaal gebracht.
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Der 2019 abgeschobene libanesische Clan-Chef klagt seine Rückkehr nach Deutschland ein.

Die Abschiebung des Clan-Chefs Ibrahim Miri aus Bremen hatte 2019 bundesweit für Aufsehen gesorgt. Ein Gericht entscheidet nun, ob er zurück nach Deutschland darf.

Bremen – In einer mündlichen Verhandlung befasst sich am Montag, 12. Juli 2021, das Bremer Verwaltungsgericht mit vier Klagen des im November 2019 in den Libanon abgeschobenen Clan-Chefs Ibrahim Miri. Jede einzelne der Klagen zielt auf eine Rückkehr von Ibrahim Miri an die Weser. Beziehungsweise auf eine Einreisemöglichkeit nach Deutschland. Hier lebt seine Familie, darunter zwei minderjährige Kinder.

Stadt im Land Bremen:Bremen
Fläche:325,56 Quadratkilometer
Einwohner:566.573 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte (SPD)

Miri will erreichen, dass seine Abschiebung aus dem Jahr 2019* für rechtswidrig erklärt wird. Am Montag, 12. Juli 2021, sollen Zeugen aussagen. Wann ein Urteil gefällt wird, ist noch offen. Es ist möglich, dass dies direkt am Montagvormittag geschieht. Unter anderem richtet sich eine Klage des Clan-Chefs gegen einen Bescheid der Bremer Ausländerbehörde aus dem Jahr 2014. Miri will erreichen, dass die gegen ihn vor sieben Jahren verhängte Einreise- und Aufenthaltssperre aufgehoben wird.

Abgeschobener Bremer Clan-Chef will Rückkehr erzwingen: 19 Verurteilungen zwischen 1989 und 2014

Auch will er laut Gericht erreichen, dass er das Bundesgebiet betreten darf, um seine Kinder, seine Lebensgefährtin und seine Mutter zu besuchen. Miri war in Deutschland von 1989 bis 2014 insgesamt 19 Mal rechtskräftig verurteilt worden, unter anderem wegen Raubes, schweren Diebstahls, Hehlerei, Unterschlagung und bandenmäßigen Drogenhandels.

Zunächst wurde er im Juli 2019 abgeschoben und im November 2019 nach einer illegalen Rückkehr dann erneut. Ein Asylantrag wurde abgelehnt. Ausreisepflichtig war Miri vor seiner Abschiebung bereits seit vielen Jahren. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte 2019 betont, dass der damals 46-Jährige nicht gut beraten sei, erneut eine illegale Wiedereinreise in die Bundesrepublik zu versuchen, denn drauf stehe als Wiederholungstäter ein Strafmaß von mehreren Jahren. * kreiszeitung.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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