Passage gibt Weg zum Hauptbahnhof frei

Millionenprojekt „City Gate“: „Das stolze Tor zur Stadt“

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Das rote Band wird durchtrennt, der Weg vom Hauptbahnhof durch die „City-Gate“-Passage in Richtung Innenstadt freigegeben. Mit Scheren in der Hand strahlen Achim Griese (v.l.), Carsten Sieling und Ulf Wachholtz in die Kameras.

Bremen - Der Durchbruch beim 100-Millionen-Euro-Projekt ist geglückt: Seit Freitag ist der Weg vom Hauptbahnhof durch die zehn Meter breite und 60 Meter lange „City-Gate“-Passage in Richtung Innenstadt frei. Projektentwickler und Investor Achim Griese, Ulf Wachholtz, Geschäftsführer der Achim-Griese-Treuhandgesellschaft, und Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) durchtrennten das symbolische rote Band – und eröffnen damit nach vierjähriger Bauzeit mit zahlreichen Unwägbarkeiten das „stolze Tor zur Stadt“ (Wachholtz).

Sieling bezeichnete die Eröffnung der Passage als „neuen Meilenstein“ in der Entwicklung der Bahnhofsvorstadt. Der nach den Plänen des Stararchitekten Max Dudler gestaltete Gebäudekomplex leiste als Brücke zur Innenstadt seinen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität der City, sagte Sieling. Es sei eine „gute Nachricht für Bremen“, dass jetzt endlich eine jahrzehntealte städtebauliche Wunde geschlossen sei. Die Stadt habe ihre Chance genutzt. Der Mietermix in den beiden „City-Gate“-Gebäuden sowie der Passage werde das Angebot der Bahnhofsvorstadt nachhaltig bereichern, ergänzte Wachholtz. „Das Gesamtpaket funktioniert.“

Zurück auf Start: Der Verkauf des sogenannten „Investorengrundstücks Bahnhofsvorplatz“ erfolgte im Februar 2012 für 5,9 Millionen Euro, doch der Baubeginn zog sich bis zum August 2015 hin. Jener Spatenstich sei der erste in seiner Amtszeit gewesen, sagte Sieling am Freitag.

Stadteinwärts: der Blick in Richtung Siemens-Hochhaus kurz vor der Eröffnung der Passage.

Proteste begleiteten das Projekt bis zum Spatenstich. Dann folgten jede Menge Probleme in der riesigen Baugrube. Straßenbahngleise neben der Baustelle sackten ab, die Hochstraße senkte sich leicht und musste angehoben werden. Maroden Erdankern in der Grube fehlte es an Stabilität. Der Streit zwischen Investor und Tiefbauunternehmen liege noch bei Gericht, hieß es.

Das Ensemble des preisgekrönten und renommierten Architekten Max Dudler besteht aus zwei dreieckigen und 27,50 Meter hohen Gebäuden auf einer Grundstücksgröße von 5500 Quadratmetern mit jeweils sechs Stockwerken und einer Tiefebene für Dienstleistung und Einzelhandel sowie zwei Parkebenen im Tiefgeschoss. Ins „City-Gate“ mit einer Gesamtfläche von rund 35.000  Quadratmetern ziehen Ärzte, Hotels und Restaurants, Dienstleister sowie Fach- und Einzelhändler. Auf der Liste der Mieter stehen unter anderem „Rewe“ und „Woolworth“ (beide ziehen ins Untergeschoss) der Drogeriemarkt „dm“, die Restaurantkette „Vapiano“, der Burger-Brater „Hans im Glück“, die „Backfactory“, ein Eiscafé, ein Business-Center der „Regus“-Gruppe sowie das „Aparthotel Adagio“ und das „Ibis Budget“. Beide Hotels zusammen verfügen auf etwa 9000 Quadratmetern über rund 300 Zimmer und Appartements, verteilt auf drei Stockwerke. Für die „Adagio“-Gäste ist im sechsten Stock ein Fitnessstudio geplant. Zudem soll es dort eine „Cocktail-Lounge“ mit Blick über Bremen geben.

Die ersten Geschäfte in der Passage haben, wie berichtet, bereits Ende März eröffnet (dm, Backfactory), in der nächsten Woche wollen „Rewe“ und „Woolworth“ einziehen. Zudem weiht die Parkraumgesellschaft Brepark am 16. Mai eine Tiefgarage mit 280 Stellplätzen ein. Einen Tag später ist eine Teileröffnung in den Hotels geplant. Und bei „Hans im Glück“ prangt als Einzugstermin „18. Mai“ im Schaufenster.

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