Nordmedia zieht Bilanz für 2009 / Mehr als das Dreifache an Ausgaben in Niedersachsen und Bremen ausgelöst

Millionenförderung für 183 Projekte

Die Schauspieler Johannes Zirner (v.l.) und Florian Martens sowie ihre Kolleginnen Anna Fischer und Gesine Crukowski mit den tierischen Darstellern aus dem von der Nordmedia geförderten Fernsehfilm „Die Bremer Stadtmusikanten“, der vor wenigen Wochen zu sehen war.Archivfoto: dpa

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke· Die Mediengesellschaft Nordmedia hat im vergangenen Jahr 183 Projekte mit rund 11,5 Millionen Euro gefördert. Das ist etwas mehr als im Vorjahr, wie es hieß.

Der positive Effekt für Niedersachsen und Bremen: Die Zuschüsse lösten hier etwa das Dreifache an Ausgaben – rund 35 Millionen Euro (31 in Niedersachsen, vier in Bremen) – aus, wie Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer gestern vor Journalisten sagte. Die Herstellungskosten für die geförderten Medienprojekte lagen den Angaben nach bei über 116 Millionen Euro.

Sowohl Schäffer als auch Jochen Coldewey, Leiter der Förderung und Standortentwicklung, hoben den Regionaleffekt von 300 Prozent (2008 lag er bei 250 Prozent) hervor. Wer eine Nordmedia-Förderung möchte, muss das Geld laut Coldewey in der Region ausgeben und detailliert auflisten, an wen es fließt. Coldewey: „Das können ebenso Beleuchter oder Autovermietung wie Sounddesigner, Aufnahmeleiter oder Beleuchter sein.“

So hat zum Beispiel der Kinofilm „Soul Kitchen“, für den Fatih Akin diesmal allerdings nur drei Mini-Szenen in Bremen drehte, eine Förderung von 217 000 Euro bekommen. Der genaue wirtschaftliche Regionaleffekt liege noch nicht vor, „aber er hat Bremen mindestens die gleiche Summe gebracht“. „Soul Kirchen“, so Schäffer, sei der erste von der Nordmedia geförderte Kinofilm, der die Zuschauergrenze von einer Million „geknackt“ habe.

Genau die Stärkung und Weiterentwicklung der Medienstandorte Niedersachsen und Bremen hat sich die Nordmedia zur Aufgabe gemacht. Zum Fördervolumen tragen die beiden Länder, NDR, Radio Bremen und ZDF bei. Zudem fließen europäische Geld in den Fördertopf. Laut Schäffer werden zu 75 Prozent TV-Filme bezuschusst, ein Viertel geht in Kinofilme. Gute Zuschauerquoten haben seinen Angaben zufolge beispielsweise „Gier“ (5,5 Millionen Zuschauer), „Die Bremer Stadtmusikanten“ (2,2 Millionen) und der jüngste NDR-„Tatort“ mit Maria Furtwängler (fast zehn Millionen) erreicht.

Auch in Wettbewerben waren geförderte Projekte (das sind nicht nur Filme, sondern u.a. auch Drehbücher) erfolgreich: 32 Preise gingen im Jahr 2009 an 20 Produktionen. Hier tat sich „Soul Kitchen“ hervor. Er wurde auf dem Filmfestival Venedig mit dem „Großen Preis der Jury“ und dem Young Cinema Award“ ausgezeichnet.

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