Zahl der Corona-Toten steigt auf sechs

Bremen unterstützt Unternehmen: 1,5 Millionen Euro Soforthilfe

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Bremen – Das Corona-Virus hat in Bremen ein weiteres Todesopfer gefordert. Es handelt sich laut Gesundheitsressort um einen 92-Jährigen mit Vorerkrankungen. Damit sind bislang sechs Menschen an den Folgen des Virus' gestorben, davon einer auf Kreta. Nach weiteren Angaben ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land Bremen auf 330 gestiegen (Stand Dienstagnachmittag), davon 22  in Bremerhaven. 93 Infizierte sind bislang genesen. Sieben stationär behandelte Patienten geht es den Angaben nach schlecht.

Derweil hat das kleinste Bundesland schon mehr als 1,5 Millionen Euro Soforthilfen für Unternehmen ausgezahlt. Bis Dienstagabend seien 10 000 Anträge eingegangen, 700 seien bewilligt worden, teilte Wirtschaftsressort am Mittwoch auf Anfrage mit. Die Zahl der Bewilligungen steige jeden Tag. Die Zahl der eingesetzten Mitarbeiter sei von zwei auf 60 gestiegen. Die Antragsteller kämen aus allen Branchen, sagte ein Sprecher. Es seien viele Soloselbstständige dabei. Meist würden in einem vereinfachten Verfahren bis zu 5 000 Euro beantragt. Es gebe aber auch Anträge auf höhere Summen. Das Bundesland Bremen stellt 45 Millionen Euro als Liquiditätshilfen zur Verfügung.

Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) bereitet unterdessen ein „Soforthilfeprogramm Sport“ als Schutzschirm für die Sportvereine vor, um die Corona-bedingten Ausfälle abzufedern. „Wir müssen den Vereinen jetzt dringend das Signal geben, dass wir sie mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht allein lassen“, sagte Stahmann. „Kein Verein soll durch Covid-19 in Existenznot kommen.“

Deshalb erlässt die Stadt den Sportvereinen Gebühren und Mietkosten für Plätze und Hallen rückwirkend zum 1.  März. Umgekehrt sollen Einnahmeausfälle vermieden werden, die den Vereinen drohen würden, wenn Schulen und Kindergärten als Mieter für Hallenzeiten ausfallen würden.

Stahmann: „Die Investitionen in die Hallen und der Unterhalt sind mit hohen Kosten verbunden, und die Mieteinnahmen sind feste Posten in der Kalkulation der Vereine. Daher dürfen die Mieteinnahmen nicht wegbrechen.“ Außerdem werde die Stadt Bremen die staatlichen Zuschüsse für Übungsleiter in jedem Fall auch für dieses Jahr auszahlen, sagte die Senatorin.

Zudem hat die Bremer Landesregierung beschlossen, Mietern öffentlicher Immobilien auf Antrag die Miete zunächst bis zu drei Monaten zinslos zu stunden. Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) sagte: „Viele Unternehmen, Vereine und Kulturschaffende sind durch die Auswirkungen der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Ihnen wollen wir auch durch Mietstundungen helfen, diese schwierige Zeit zu überstehen.“

Anträge auf Stundungen sollen in einem schnellen, unbürokratischen Verfahren bewilligt werden, hieß es weiter.  je/dpa

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