Arcelor-Mittal-Konzern saniert Hochofen

40 Millionen Euro für Bremer „Hütte“

Der Arcelor-Mittal-Konzern investiert 40 Millionen Euro in die Sanierung eines Hochofens im Bremer Stahlwerk. - Foto: dpa

Bremen - Der Arcelor-Mittal-Konzern steckt 40 Millionen Euro in sein Bremer Stahlwerk. Die Konzernleitung des Stahlgiganten hat den Angaben zufolge die Investition für die Zustellung eines der beiden Hochöfen bereits Ende April genehmigt.

„Das ist eine existenzsichernde Investition“, sagt Ute Buggeln, Geschäftsführerin der IG Metall in Bremen. Betriebsratschef Klaus Hering spricht „von einem stückweit Entspannung“. Meinhard Geiken, Bezirksleiter IG Metall Küste und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Arcelor-Mittal Bremen, sagt: „Die Investition ist ein klares Bekenntnis des Konzerns zum Standort Bremen. Sie sichert die Zukunft des Stahlwerkes und die Arbeitsplätze der Beschäftigten.“ Mit der Reparatur und der feuerfesten Auskleidung des Hochofens, in dem die Bremer zwei Drittel ihres Stahls produzieren, soll 2017 begonnen werden.

Folgt man den Gewerkschaftern, dann ist die Investition für das Werk überlebenswichtig. Ansonsten hätte der Ofen in zwei Jahren abgeschaltet werden müssen, sagen Buggeln und Hering. Laut IG Metall hat das zwischen Vorstand und Betriebsrat im Februar ausgehandelte „Krisenpaket“ die Weichen für die Investition gestellt. Seit März arbeiten die Stahlwerker weniger und erhalten auch weniger Geld (minus vier Prozent). Zudem haben die Mitarbeiter auf die übertarifliche Prämie für 2015 verzichtet.

Die Investitionszusage sei ein „wichtiger Schritt“, aber noch „keine Garantie für eine gute Zukunft“, fährt Buggeln fort. Schließlich stecke die Stahlindustrie weiterhin in einer tiefen Krise. „Stahlprodukte aus chinesischer Überproduktion landen zu Dumpingpreisen auf dem europäischen Markt und zerstören Marktstrukturen“, sagt die Gewerkschafterin.

Das Bremer Stahlwerk gehört seit 2001 zum Arcelor-Konzern. Das Betriebsgelände in Oslebshausen direkt am Unterlauf der Weser ist etwa sieben Quadratkilometer groß. Seit 1957 wird in der „Hütte am Meer“ Stahl produziert.

Arcelor-Mittal Bremen gehört zum nach eigenen Angaben weltgrößten Stahlkonzern Arcelor-Mittal, dessen Zentrale in Luxemburg liegt. Für den Konzern sind weltweit rund 220 000 Mitarbeiter in 60  Ländern tätig. Das Bremer Werk beschäftigt (direkt und indirekt) rund 4 500 Mitarbeiter. Im Werk werden pro Jahr rund 3,5 Millionen Tonnen Rohstahl produziert. 

je

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