Aktivisten kündigen Protest an

Militärmesse „Undersea Defence Technology“ beginnt in Bremen

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Die Mütze eines Marineoffiziers liegt am Stand des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems auf der „Undersea Defence Technology“ in Bremen.

Bremen - Die Marine stellt sich auf eine Umstrukturierung ihrer Besatzungen ein. Das erklärte Konteradmiral Thorsten Kähler zu Beginn der Militärmesse „Undersea Defence Technology“ in Bremen.

„Wir werden zukünftig eine stärkere Automatisierung und bedeutend kleinere Besatzungen an Bord unserer Schiffe und Boote haben“, sagte Konteradmiral Thorsten Kähler, Chef des Stabes im Marinekommando, am Dienstag zum Auftakt der militärischen Fachtagung. Die Bindung der Crew an das Schiff soll aufgehoben werden. Ein Vorteil dabei sei, dass das Schiff im Einsatz bleibe, während die Besatzung ausgewechselt werde. 

Aktivisten fordern ein Ende der Entwicklung von Unterwasser-Kriegstechnologie

Der Konteradmiral kündigte außerdem an, die Zusammenarbeit mit europäischen Partnern bei der Ausbildung solle verstärkt werden.  Bisher arbeite die Marine zum Beispiel mit Polen bei der Kontrolle der U-Boote während Übungen zusammen. Derzeit besitzt Deutschland sechs U-Boote, die im schleswig-holsteinischen Eckernförde stationiert sind. Gemeinsam mit Norwegen sei die Anschaffung von sechs neuen U-Booten bis 2030 geplant, zwei davon seien für Deutschland vorgesehen. 

Bei der Militärmesse "Undersea Defence Technology" in Bremen tauschen sich rund 1200 Experten noch bis Donnerstag über Unterwasserverteidigung aus. Zu den rund 80 internationalen Ausstellern gehören unter anderem Rheinmetall und Thyssen Marine Systems. Das Bremer Friedensforum rief für Dienstagnachmittag zu einer Protestkundgebung vor den Messehallen auf. Die Friedensaktivisten fordern ein Verbot von Seeminen und Unterseewaffen sowie den Stopp der Entwicklung von Unterwasser-Kriegstechnologie.

dpa

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