Werkstatt Bremen des Martinshofs und Konditormeister entwickeln den „Bremer Senatstaler“

Mild im Geschmack, zarter Schmelz

Martinshof-Chef Ahlrich Weiberg (v.l.), Aylin, Michaela und Nick van Heyningen mit dem „Bremer Senatstaler“. - Foto: Gnuschke

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. „Mild im Geschmack, mit einer schönen Kakaonote, einer leichten Karamellnote und einem zarten Schmelz“, so beschreibt Konditormeister Nick van Heyningen den „Bremer Senatstaler“. Gemeinsam mit der Werkstatt Bremen des Martinshofs hat der 31-jährige Shooting-Star von der Weser (wir berichteten) die Schokolade kreiert. „Das haben wir gut hinbekommen“, sagt Michaela, Mitarbeiterin der Werkstatt für behinderte Menschen.

Erstmals vorgestellt hat der Martinshof sein brandneues Mitglied aus der Serie der „Senatsprodukte“ am Freitag während der Weihnachtsausstellung in der Unteren Rathaushalle. Die Ausstellung dauert bis zum 10. Dezember und ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet (Eintritt frei). Kerzen, Bürsten, Leckereien – die Besucher finden hier allerlei vom Martinshof und anderen Werkstätten. Dazu gehört ganz frisch der „Bremer Senatstaler“.

Damit lebt eine Idee von Bettina Siebert vom Martinshof auf, die einst mit Pfefferminztalern begonnen hatte, dann aber wieder beiseitegelegt wurde. Dirk Dieling, Betriebsstättenleiter der Werkstatt am Schiffbauerweg, und Jungunternehmer Nick van Heyningen liefen sich als Nachbarn mehrfach auf dem ehemaligen AG-Weser-Gelände in Gröpelingen über den Weg.

„Ein Süchtigmacher“

Der 31-Jährige, 2016 mit dem Preis „Innovatives Handwerk“ der Handwerkskammer und Sparkasse in der Kategorie „Unternehmensgründungen“ ausgezeichnet, hat sich auf dem Gelände mit seiner kleinen Pralinenmanufaktur selbstständig gemacht. Die Zusammenarbeit mündete 2015 in einer Grünkohlpraline und ein Jahr später in der Trinkschokolade am Stiel aus der „Werftküche“. Und nun im „Senatstaler“. Dafür haben van Heyningen und Dieling mehr als zehn Varianten ausprobiert. Herausgekommen ist ein 75 Gramm schwerer Vollmilchschoko-Taler für 3,90 Euro. Die Kuvertüre (also Schokolade) stammt vom Hersteller Valrhona (Frankreich). „Ein Süchtigmacher“, sagt Michaela. Auch Martinshof-Geschäftsführer Ahlrich Weiberg ist begeistert.

Während van Heyningen die Schokolade temperiert, füllen die Martinshofler sie in Formen, klopfen die Luftblasen raus, holen die Taler aus der Form und verpacken sie. Zu haben ist die Leckerei in den Shops Am Markt und am Flughafen.

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