Einmal mehr erfasst das „Statistische Jahrbuch“ Bremen in Zahlen / Einwohner-Plus

3 614 Milchkühe und 4 418 Lehrer

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Das „Statistische Jahrbuch“ erscheint erstmals in einem neuen Look und kostet 18 Euro. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj„Tränen lügen nicht.“ Das wusste Michael Holm. Zahlen lügen nicht. Das weiß jeder Mathematiker. Und Statistiken? Die lassen sich interpretieren. Und ergeben dennoch ein Bild, das der Wahrheit nahe kommen kann. Oder wenigstens der Wirklichkeit.

Mit anderen Worten – die neue Ausgabe des „Statistischen Jahrbuchs“ ist erschienen. Auf 316 Seiten gibt es, wie es beim Statistischen Landesamt heißt, „einen kompakten Überblick über die demografischen, wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Verhältnisse im Land Bremen“.

Das Buch enthält, soviel Statistik muss sein, 234 Tabellen und 78 Grafiken. Gezeigt werden nicht allein die „aktuellen Ergebnisse der verschiedenen Statistiken, die im Laufe des Jahres 2011 erhoben“ und in den vergangenen Monaten „zu Jahresergebnissen aufbereitet“ wurden. Nein, es gibt auch noch eine Fülle von Vergleichsdaten, um Veränderungen und Entwicklungen vor Augen zu führen.

Auch das Verhältnis von Bremen und Niedersachsen lässt sich in Zahlen ausdrücken. Es gibt ja nicht bloß die vielen Berufspendler, sondern es gibt auch jene Menschen, die das Bundesland gleich ganz wechseln. Seit einigen Jahren schon betont Bremen, mit Blick auf den Länderfinanzausgleich an jedem neuen Einwohner stark interessiert, es gebe einen Trend zurück vom Land in die Stadt. Stimmt, beweist der Blick ins „Statistische Jahrbuch“. Bremen gewinnt tatsächlich Einwohner aus Niedersachsen. Aber es sind unterm Strich nicht so wahnsinnig viele.

Im Jahr 2011 jedenfalls verzeichnete Bremen einen überschaubaren Bevölkerungsgewinn von 195 Einwohnern: 13 127 Frauen, Männer und Kinder kamen aus Niedersachsen nach Bremen, in die andere Richtung zogen 12 932.

Insgesamt gewann das kleinste Bundesland im Jahr 2011 durch Zuwanderung übrigens 2 708 Einwohner, vor allem aus EU-Ländern. Ein Minus gab es im Vergleich mit Hamburg. Von dort zogen zwar 1 078 Menschen nach Bremen, gleichzeitig gingen aber auch 1 565 Bremer den umgekehrten Weg, so dass sich ein Minus-Wert von 487 ergibt.

Und sonst? 3 614 Bremer Milchkühe produzieren mehr als 28 000 Tonnen Milch. Die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sank von 2003 bis 2010 von 238 auf 161, die der Nutzfläche im gleichen Zeitraum aber bloß von 8 897 Hektar auf 8 252 Hek tar. Das Land Bremen führte 2011 knapp 5,4 Millionen Tonnen Waren aus. 4 418 Lehrer unterrichten 66 166 Schüler. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst arbeitet in Teilzeit. 90 Prozent der bremischen Haushalte besaßen im Jahr 2008 ein Fahrrad. Und so weiter, und so fort.

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