Pläne bis Ende 2017

Deutsches Milchkontor baut 250 Stellen ab

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Bremen - Wegen der Krise auf dem weltweiten Milchmarkt baut Deutschlands größtes Molkereiunternehmen DMK bis Ende kommenden Jahres 250 Vollzeitstellen ab.

Betroffen seien Vertrieb und Verwaltung an den Standorten Bremen, Everswinkel und Zeven. Harte Einschnitte seien nötig, um angesichts der Milchmarktkrise mit den Wettbewerbern Schritt halten zu können, teilte das Deutsche Milchkontor am Donnerstag in Bremen mit.

Wegen eines Überangebots sind aktuell die Milchpreise in ganz Europa im Keller. 2015 sank der Umsatz des DMK von 5,3 Milliarden Euro (2014) auf 4,6 Milliarden Euro. Zum Milchkontor gehören unter anderem Produkte der Marken Milram, Humana und Casarelli, der Export machte zuletzt rund 40 Prozent des Umsatzes aus. Die Zahl der Mitarbeiter liegt weltweit bei rund 7500. Etwa 8300 Genossenschaftsbauern beliefern das Unternehmen.

Wie das DMK mitteilte, sei eine Teilbetriebsschließung der Verwaltung im münsterländischen Everswinkel geplant. Davon seien 120 Mitarbeiter betroffen. Ihnen würden Arbeitsplätze an einem anderen Standort der DMK Gruppe oder sozialverträgliche Lösungen angeboten. "Die Geschäftsführung ist sich der Tragweite und Härte der Maßnahme bewusst. Diese ist jedoch notwendig, um die Effizienz und Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern", hieß es in einer Mitteilung der DMK.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erklärte, der Schock bei den betroffenen Beschäftigten sei groß. Das DMK habe bisher nicht schlüssig darlegen können, warum solch harte Einschnitte in diesem Ausmaß betriebswirtschaftlich notwendig seien. Derzeit sei auch nicht klar, welche Tätigkeiten und Funktionen im Verwaltungsbereich genau abgebaut werden sollen.

"Es gibt kein Konzept, welche kaufmännischen Aufgaben sowie technische und organisatorische Dienstleistungen für die produzierenden Werke künftig aus dem Verwaltungsbereich erfolgen sollen. Solide Planungen sehen anders aus", kritisierte der Geschäftsführer der Gewerkschaft in der Region Bremen-Weser-Elbe, Dieter Nickel.

dpa

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