Produktionsänderungen beim Flugzeughersteller

IG Metall warnt vor übertriebenem Stellenabbau bei Airbus

Bremen - Angesichts geplanter Produktionsänderungen beim Flugzeughersteller Airbus hat die IG Metall Küste vor einem „überzogenen Stellenabbau" gewarnt. „Wir werden alles dafür tun, damit die Anpassung der Produktionsraten möglichst wenig Auswirkungen auf die Beschäftigten hat", kündigte am Donnerstag der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, an.

Airbus hatte am Vortag einen Stellenabbau in vier Ländern angekündigt, aber noch keine Details zu den betroffenen Standorten genannt. Als bereits bekannt gilt, dass sich der Stellenabbau bei der Airbus-Tochter Premium Aerotec auf den Standort Augsburg beschränkt. „Unsere Standorte in Norddeutschland sind nicht betroffen", sagte Premium-Aerotec-Sprecher Markus Wölfle. 

Nach Gewerkschaftsangaben werden in Augsburg bis zu 500 Zeitarbeiter ihren Job verlieren. Die Mitarbeiter seien am Mittwoch informiert worden, „dass 300 Zeitarbeitnehmer dieses Jahr und nächstes Jahr 150 bis 200 Zeitarbeitnehmer gehen sollen", sagte Augsburgs IG-Metall-Chef Michael Leppek. Wölfle bestätigte die Zahlen. 

Basis für den von der Airbus-Geschäftsführung angekündigten Dialog mit den deutschen Arbeitnehmervertretern ist nach Ansicht der IG Metall Küste der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. „Dieser ist durch den Zukunftstarifvertrag für die Airbus-Standorte bis Ende 2020 gesichert und muss auch darüber hinaus gelten", so Geiken. Um Auslastungslücken zu schließen, müsse zudem geprüft werden, zurzeit fremdvergebene Arbeiten wieder zurückzuholen. - dpa

Rubriklistenbild: © Archivfoto: dpa-avis

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