In den Messehallen ist Weihnachten: „Christmas and more“ und „Bottle Market“

Milchreis für die Wichtel

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Kugeln – hier mit Duft.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Bei uns ist das ganze Jahr Weihnachten“, sagt Nina Knudsen, die aus Dänemark stammt und in Lüchow-Dannenberg wohnt. In ihrer Manufaktur werden „Jule Nisser“ handgefertigt – auch im Sommer, „auch bei 30 Grad im Schatten“. Jetzt stehen Knudsens „Jule Nisser“ in Bremen. Bei der „Christmas and more“.

„Jule Nisser“? „Typisch dänisch“, sagt Nina Knudsen. „Tradition.“ Es handelt sich um kleine Wichtel und Kobolde, erkennbar mit Liebe gemacht, mit vielen Details ausgestattet – und mit Legenden aufgeladen. Die kleinen Wesen leben auf dem Dachboden, so Knudsen. „Man muss ihnen nach alter Tradition Milchreis an Weihnachten geben, sonst machen sie das ganze Jahr Unfug.“

Und in der Weihnachtszeit muss man die „Jule Nisser“ natürlich vom Dachboden herunterholen: Kleinkind auf Schlitten, strickende Oma, der Nikolaus mit Keramikpfeife – die kleinen Figuren sind beliebte weihnachtlich-winterliche Dekorationen aus Holz und Stoff. Nina Knudsen sagt, sie hat sie schon bis in die Vereinigten Staaten exportiert.

Am Wochenende steht sie mit den Weihnachtsfiguren auf der Messe „Christmas and more“, die gestern begann und noch bis einschließlich morgen dauert – gekoppelt mit der Whisky-Messe „Bottle Market“. Während das Messe-Doppel im vorigen Jahr noch in den Hallen 3 und 4 auf der Bürgerweide zu finden war, müssen Weihnachts- und Whiskyfreunde nun die Hallen 6 und 7 ansteuern. Schließlich sind dieses Mal 180 Aussteller dabei, da braucht man schon etwas mehr Platz.

Das tut der Whisky-Messe gut, die im vergangenen Jahr doch etwas an den Rand gedrängt wirkte. Es tut aber auch der „Christmas and more“ gut, die durchaus etwas mehr Raum vertragen konnte. Wenn es dann draußen dämmert, kommt die stimmungsvolle Beleuchtung hier so richtig zur Geltung; über die Hallen-Höhe sieht man dann einfach hinweg.

Verschwunden ist die Laub- und Blätter-Deko vergangener Jahre, was vor allem die Feuerwehr beruhigt. Nun wird mehr mit Licht, Glanz und Duft gearbeitet. Sie soll ja vornehmlich die Sinne ansprechen, so eine Weihnachtsmesse. Vor allem den Sinn fürs Dekorative. Schmuck aus Fischschuppen, glänzende Herzen und Kugeln, Süßigkeiten und Gurken für den Weihnachtsbaum, nostalgische Bänder und moderne LED-Lichterketten – es gibt nichts, so scheint es, was es nicht gibt. Weihnachtliches von Kopf bis Fuß – oder besser: vom Ständer bis zur Spitze.

Andrang aber herrschte auch beim „Bottle Market“. Gleich am Vormittag sei die Nachfrage nach Probiergläsern hoch gewesen, hieß es gestern. Kerstin Renken, Bereichsleiterin für Publikumsmessen bei der Messe Bremen, berichtete von Besuchern, die sich extra freigenommen hatten, um in Ruhe auf Probiertour gehen zu können. Nun denn: Auf eine schöne Adventszeit!

Die Messen „Christmas and more“ und „Bottle Market“ in den Hallen 6 und 7 auf der Bürgerweide dauern noch bis morgen, Sonntag, 22. November. Geöffnet sind sie heute in der Zeit von 11 bis 20 Uhr – und morgen von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 7,50 Euro. Ein Zwei-Tages-Ticket kostet zehn Euro.

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