Wirtschaftsförderung sortiert sich neu

Messe zieht unters Großmarkt-Dach

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Stadthalle (ÖVB-Arena) und Messe bilden ab 2018 gemeinsam mit dem Großmarkt/Ratskeller eine eigene Gesellschaft. 

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Die Wirtschaftsförderung (WFB) sortiert sich neu und trennt sich vom Bereich Messe/Stadthalle, der erst vor wenigen Jahren in die WFB integriert worden war. Hintergrund ist, dass sich die WFB auf ihre Kernaufgabe Wirtschaftsförderung konzentrieren will, wie Tim Cordßen, Sprecher des Wirtschaftsressorts, am Dienstag sagte. Der Bereich Messe/Stadthalle zieht unter das Dach der Großmarktes/Ratskellers und bildet eine eigene Veranstaltungsgesellschaft.

Der Senat hat am Dienstag der Überführung in die kommunale Großmarkt-Gesellschaft zugestimmt. Der Ratskeller gehört bereits zum Großmarkt. Im Endeffekt bleibt alles in städtischer Hand, der Veranstaltungsbereich wird jedoch weitgehend auf eigene Füße gestellt.

Weitgehend bedeutet, dass Freimarkt, Osterwiese und Weihnachtsmarkt weiter in den Händen des Wirtschaftsressorts bleiben, wo sie erst seit dem Frühjahr angesiedelt sind. Hintergrund war das Chaos im Standesamt im vergangenen Jahr. In der Folge war es zu einer Umorganisation gekommen, die Marktangelegenheiten zogen vom Innen- ins Wirtschaftsressort. Damit wird es für den Weihnachtstrubel auf Markplatz und an der Schlachte trotz der neuen Gesellschaft weiterhin zwei Veranstalter geben, jedenfalls erstmal. Der Großmarkt organisiert weiter den „Schlachte-Zauber“, das Wirtschaftsressort den Weihnachtsmarkt. Dennoch soll es bei der Planung und Technik der beiden weihnachtlichen Märkte Synergieeffekte geben, so Cordßen. Die Besucher machen da eher keine Unterschiede, schließlich sind die Märkte praktisch durch den Fußgängerüberweg auf der Martinistraße verbunden.

Ein neuer Name wird noch gesucht

Als einzige Einzelgesellschaft sei der Großmarkt die „Hülle“ für den neuen Zusammenschluss, der zum 1.  Januar 2018 seine Arbeit aufnimmt. Ein neuer Name wird noch gesucht. Geschäftsführer wird der bisherige Messe-Chef Hans Peter Schneider, Sitz ist daher auf der Bürgerweide. Die gut 200 Mitarbeiter bleiben laut Cordßen an ihren bisherigen Standorten. Für Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) steht die neue Gesellschaft für eine „Bündelung der Kompetenzen“.

Bereits im Juli hatte die WFB die Innovationsabteilung unter dem Titel „Industrie, Innovation, Digitalisierung“ ans Wirtschaftsressort abgegeben. Die WFB soll sich ganz gezielt auf die Kernaufgabe Wirtschaftsförderung, wie es schon im Namen steht, konzentrieren.

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