Messe-Doppel: „Hansebau“ und „Altbautage“ / Schwerpunktthema Bremer Haus

Frauen und Wände

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Aufbauarbeiten in Halle 7 auf der Bürgerweide.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Besonders schön ist es zu Hause? Kommt ganz drauf an. Worauf es unter anderem ankommen kann, das lässt sich am Wochenende in den Messehallen auf der Bürgerweide erfahren – bei der „Hansebau“ und den „Bremer Altbautagen“, die von morgen bis Sonntag, 22. bis 24. Januar, dauern.

An Fachbesucher aus Handwerk und Architektur richtet sich das Messe-Doppel ebenso wie an Hausbesitzer und Heimwerker. Morgen, am Freitag, steht zudem das Thema „Ausbildung“ im Fokus. Allein 30 Firmen beteiligen sich daran, sagt Kerstin Renken, die bei der Messe Bremen für die Publikumsmessen verantwortlich ist. Als Extrathema gehört dieses Mal – in Halle 5 – „Kreative Wandgestaltung“ zur „Hansebau“. Renken denkt dabei auch an den weiblichen Teil des Messepublikums: „Frauen stehen total auf schöne Wände.“

Auf der – nach Angaben der Messe Bremen – „größten Baufachmesse zwischen Ems und Elbe“ bieten auf knapp 21000 Quadratmetern insgesamt etwa 400 Aussteller „Beratung, Produkte und Informationen zu den Themen Immobilien, Finanzierung, aber auch zu Sicherheitstechnik, Energieeinsparung, Gartengestaltung und Einrichtung“, heißt es.

„Wir geben einen guten Überblick über die Dienstleister aus dem Nordwesten. Unsere Besucher können sich vor Ort beraten lassen, den passenden Handwerker oder das richtige Produkt für ihr Vorhaben finden“, so „Hansebau“-Projektleiter Sven Rapke. Es ist die siebte Ausgabe der „Hansebau“, die zum wiederholten Mal mit den „Altbautagen“ kombiniert wird.

Bei den nunmehr zehnten „Bremer Altbautagen“ dreht sich dieses Mal alles um einen charakteristischen und geradezu berühmten bremischen Haustyp, der wie kein anderer das Gesicht der Hansestadt prägt – das Bremer Haus. Die Sonderschau in Halle 7 steht unter dem schwärmerischen Motto „Liebeserklärung an ein Kultobjekt“.

Etwa die Hälfte der in Bremen unter Denkmalschutz stehenden Wohnhäuser sind Bremer Häuser, sagt Professor Georg Skalecki, Bremens Landesdenkmalpfleger. Im 19. Jahrhundert ist dieser Reihenhaustyp entstanden – als Bremen im Zuge der Industrialisierung wuchs und wuchs. „Das Bremer Haus gibt es in allen Größen – vom einfachen Arbeiterhaus bis zur großbürgerlichen Variante.“

Fachgerechte Pflege verdienten aber nicht allein die denkmalgeschützten Bauwerke, sondern auch die nicht geschützten Objekte, so Skalecki. Damit nicht „verhunzte Altbauten“ zwischen gut restaurierten Bauwerken stehen. Auf den „Altbautagen“ informieren Aussteller, wie es möglich ist, ein Bremer Haus möglichst nah am Originalzustand zu erhalten – und es dennoch mit zeitgenössischer Technik auszustatten. Eine Fotoausstellung aus den 70er Jahren erinnert an jene Zeiten, in denen Bremen sich neu auf den Wert seiner historischen Bausubstanz besonnen hat.

Bauen. Sanieren. Ausbauen. Umbauen. Dekorieren. Um all diese Themenfelder kreisen die „Altbautage“ und die „Hansebau“ drei Tage lang. Zu vielen der Themen gibt es im Rahmenprogramm des Messe-Doppels etwa 150 Fachvorträge sowie Bauvorführungen. Damit es zu Hause schön bleibt, gibt es auch immer schön viel zu tun.

„Hansebau“ und „Bremer Altbautage“ öffnen in den Messehallen 5, 6 und 7 auf der Bürgerweide – und zwar täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet neun Euro. Im Vorjahr kamen 14231 Besucher.

www.hansebau-bremen.de

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