Mercedes-Azubis helfen eine Woche auf der Dreptefarm des Bremer Nabu

Jede Menge Natur statt Autobau

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Azubis aus dem Mercedes-Werk haben auf der Dreptefarm des Bremer Nabu geschuftet.

Bremen - Normalerweise haben sie mit sensibler Technik im Autobau zu tun. Jetzt tauschten 39 Auszubildende des Bremer Mercedes-Werks ihre Arbeitsplätze in der Elektronik und Mechatronik gegen viel Natur ein – mit jeder Menge Arbeit. Statt Autobaus stand der Bau eines Eselunterstandes auf dem Plan.

„Rekordverdächtige 39 Azubis des Mercedes-Werkes haben im Rahmen ihres einwöchigen Entwicklungsworkshops die praktische Teamarbeit auf der Dreptefarm kennengelernt“, freut sich Sönke Hofmann, Geschäftsführer des Naturschutzbundes (Nabu) Bremen. Während die Arbeitsgruppen auf ihren Baustellen durch manche Höhen und Tiefen gingen, hätten sich für das gemeinnützige Schullandheim Dreptedarm des Nabu einige langgehegte Wünsche erfüllt, so Hofmann.

Seit sechs Jahren ackern Mercedes-Azubis auf der Farm des Nabu. Hofmann kennt in der Zeit nur einen Termin und lässt den Schreibtisch mal Schreibtisch sein, wie er erzählt. Der Nabu-Geschäftsführer, gelernte Förster und leidenschaftliche Handwerker genießt in dieser Zeit immer die Praxis, wie er sagt. Für das Heim, dessen Vorsitzender er ist, sei das Engagement der Lehrlinge immer ein Riesenschritt nach vorne. Diesmal standen die Erneuerung eines Eselunterstandes, die Pflasterung der 75 Quadratmeter großen Grillhütte – einem Mercedes-Projekt aus den Vorjahren – mit rustikalem neuen Mobiliar und der Einbau neuer Fußrosten an. „Für Azubis aus der Elektronik und Mechatronik ist der Umgang mit Holz, Steinen und Zement etwas ganz anderes. Und auch die Toleranzen in der Passung sind bei einem Eselstall jenseits jeder Metallbauer-Ehre“, sagt Hofmann.

Mit Feuereifer machten sich die jungen Leute ans Werk. So war der alte Stall am ersten Tag nicht nur vollständig abgerissen, auch die neuen Stützpfosten standen am Abend schon. Dennoch machten die Azubis in den Folgetagen sogar manche Überstunde, um das hölzerne Dach noch vor dem großen Regen dichtzubekommen. „Auch das gehört zur Arbeitswelt, nicht immer kann nach der Uhr gearbeitet werden“, so der Heimchef. Und weiter: „Doch die meisten waren auch über den Tag hinaus mit Einsatz klaglos dabei.“

Nach unzähligen Hammerschlägen, Schippenwürfen und akkugeschraubten Brettern spendierte der Schullandheimverein den fleißigen Helfern zum Abschluss ein Spanferkel vom lokalen Metzgermeister. Und am Lagerfeuer diskutierte Hofmann mit den Ausbildungsmeistern schon engagiert die Baustellen des nächsten Jahres.

gn

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