Steigende Containerzahlen: Eurogate legt bestes Jahresergebnis seit 2009 vor

Mengen und Schiffe wachsen

Die Sonne scheint über dem Containerterminal Bremerhaven. Der Umschlag stieg hier im vergangenen Jahr – gegenüber 2010 – um 21,1 Prozent auf nunmehr 5 900 341 Standardcontainer (TEU).

Bremen - Von Thomas KuzajDer Welthandel zieht an, und der Hafen- und Umschlagskonzern Eurogate zieht mit. Im Bremer Swissôtel präsentierte er gestern sein bestes Jahresergebnis seit 2009.

Die Logistikgruppe steigerte ihren Jahresüberschuss 2011 – im Vergleich zum Vorjahr – um 26,6 Prozent von 61,6 Millionen Euro auf knapp 78 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 9,6 Prozent auf knapp 657 Millionen Euro.

Dazu habe vor allem der gestiegene Containerumschlag beigetragen, sagte Marcel Egger, Mitglied der Eurogate-Gruppengeschäftsführung. Zudem habe es „an allen Standorten“ weitere „Optimierungen von Betriebsabläufen“.

Eurogate, so Geschäftsführer Andreas Bergemann, beschäftigt in Deutschland 4 458 Mitarbeiter – in Bremen und Bremerhaven, in Hamburg und in Wilhelmshaven, wo die Probleme beim Bau des ersten deutschen Tiefwasserhafens den Betreiber Eurogate gegenwärtig durchaus verärgern.

Freude hingegen macht den Logistikern der Standort Bremerhaven. Der Containerumschlag stieg hier im vergangenen Jahr – gegenüber 2010 – um 21,1 Prozent von 4 871 297 Standardcontainer (TEU) auf 5 900 341 TEU. „Das ist für die Zeit recht gut“, übte sich Emanuel Schiffer, Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung, in Understatement.

In Hamburg sank die Zahl nach dem Verlust eines Kunden im vorigen Jahr von 2 119 628 TEU auf 2 054 421 TEU, was einem Rückgang um 3,1 Prozent entspricht.

Insgesamt steigen die Umschlagsmengen in diesem Jahr weiter. Im ersten Quartal jedenfalls gingen die Containerzahlen bei Eurogate in Bremerhaven um 12,2 Prozent in die Höhe und in Hamburg um 4,7 Prozent – jeweils verglichen mit dem ersten Quartal 2011.

Eurogate rechnet weiter mit Wachstum beim Containerumschlag. Thomas Eckelmann, ebenfalls Vorsitzender der Gruppengeschäftsführung, sieht allerdings auch Gefahren für Seefahrt und Logistik: „Die Ölpreisentwicklung und der Verfall der Seefrachtraten haben dazu geführt, dass trotz ansteigender Containermengen die Reedereien mit Einbußen zu kämpfen hatten.“

Es habe bei den Container-Reedereien „erhebliche Verluste“ gegeben. Vor diesem Hintergrund zeichneten sich Veränderungen in den Strukturen der Container-Liniendienste ab, die auch Auswirkungen auf die Terminals haben könnten. „Da auch die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise einzelner Länder auf die Weltwirtschaft nicht absehbar sind, blicken wir weiterhin in eine unsichere Zukunft“, hieß es.

Ansonsten gelte, so Eckelmann: „Der Trend zu großen Containerschiffen wächst. Alle Reedereien stellen sich für die Asien-Europa-Fahrt auf diese Größenordnung um.“ Die Größenordnung, von der hier die Rede ist: Schiffe mit Platz für 10 000 Standardcontainer (oder auch mehr). Ein Blick in die Auftragsbücher zeige, dass in diesem Jahr 50 solcher Schiffe neu in Dienst gestellt werden, im nächsten sogar 54.

„In Bremerhaven und Hamburg warten wir leider immer noch auf die Fahrrinnenanpassungen der Außenweser und Elbe“, kritisierte Thomas Eckelmann gestern. „Auch beim Ausbau der Hinterlandanbindungen besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf.“

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