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Mehrwegsystem mit Musik: So feiert die „Breminale“ ihr Comeback

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Von: Thomas Kuzaj

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Das „Breminale“-Organisationsteam bei der Programmpräsentation am Montag. Dritter von links (mit aus alten Frotteehandtüchern gefertigtem Upcycling-Hut): Jonte von Döllen.
Das „Breminale“-Organisationsteam bei der Programmpräsentation am Montag. Dritter von links (mit aus alten Frotteehandtüchern gefertigtem Upcycling-Hut): Jonte von Döllen. © Kuzaj

Bremen – Erstmals seit 2019 wird sie wieder öffentlich am Osterdeich gefeiert, die „Breminale“ – von Mittwoch, 13. Juli, bis Sonntag, 17. Juli, um genau zu sein. Das eintrittsfreie Kultur- und Musikfestival hat zum Comeback einige Veränderungen im Programm. Auch der Nachhaltigkeits- und Öko-Aspekt bekommt eine noch größere Bühne. Fragen und Antworten zum Thema.

Wo schlägt das Herz der „Breminale“?

Neues Herzstück der „Breminale“ ist die Radio-Bremen-Bühne, sagt Jonte von Döllen von der Veranstaltungsagentur „Concept Bureau“, die das Fest organisiert – das Kulturressort, die Wirtschaftsförderung, der Bund und Sponsoren wie SWB und AOK finanzieren den Spaß. Erstmals werden die Programme des Senders an einem Ort des Festivals vereint: Mittwoch ist „Bremen Zwei“ auf der Bühne, Donnerstag „Bremen Eins“, Freitag „Bremen Next“ und am Wochenende „Bremen Vier“. Unter den Künstlern: Sängerin Ann Doka (Donnerstag, 21 Uhr), die Beatles-Liebhaber „The Fairies“ (Donnerstag, 22.30 Uhr), „Stunnah“ (Freitag, 23.30 Uhr), Malik Harris (Sonnabend, 23 Uhr) und die Pop-Band „Lenna“ aus Stuhr (Sonntag, 19 Uhr).

Welche Bühnen gibt es außerdem?

Neu ist die „Schleuse“ im früheren „Bremen-Eins“-Zelt – eine Bühne für Newcomer und regionale Musiker. Hinter der Kunsthalle steht die „Parkbühne“; zu den Partnern gehören hier der Schlachthof und das Live-Musik-Netzwerk „Songs and Whispers“. Unten am Deich steht die „Pappinale“, auf der Altmannshöhe die Zone „Urlaub“, hinzu kommen die „Flut“ und die „Dreimeterbretter“. An den Ein- und Ausgängen des Festivals bauen sich das Kreativ-Netzwerk „Creative Hub“ (am Fährhäuschen) und das spanische Lokal „Muchos Más“ (am Fahnenmast) auf. Die „Kinderbreminale“ zieht mit ihren bunten Remmidemmi-Angeboten in den Park.

Wer tritt noch auf?

Zu den Highlights zählt die Band „Isolation Berlin“ („Alles grau“), die ihr Album „Geheimnis“ vorstellt (Sonnabend, 23.30 Uhr, „Flut“). Als eine „Ikone der queeren Szene Argentiniens“ wird Sara Hebe angekündigt, die Hip-Hop, Cumbia und einiges mehr vermischt (Donnerstag, 22.30 Uhr, „Flut“).

Was gibt es abseits von Musik und Action?

Am Ausgang des Kunsttunnels entsteht ein „Marktplatz“, der möglicherweise noch einen anderen Namen bekommt. Die großen Themen sollen hier „Nachhaltigkeit“ und „Slow Fashion“ sein. Bevor abends DJs das Kommando übernehmen, geht es hier um Second-Hand-Kleidung und Upcycling-Ideen. Gedacht ist der „Marktplatz“ als „Ort, der für nachhaltige Bildung steht und Spaß machen soll“, so von Döllen. „Vielleicht entsteht etwas wie Modenschauen an diesem Ort, da sind wir gerade noch am Überlegen.“

Das Plakat der „Breminale“ 2022. Das Open-Air-Festival zieht in der Regel um die 200 000 Besucher an.
Das Plakat der „Breminale“ 2022. Das Open-Air-Festival zieht in der Regel um die 200 000 Besucher an. © Kuzaj

Wo ist das komplette Programm der „Breminale“ zu finden?

Nur im Netz – unter dieser Adresse. Einen gedruckten Programmflyer gibt es nicht. „Wir wollen keinen Müll produzieren“, so die Organisatoren.

Apropos Müll – auf der „Breminale“ wird auch gegessen und getrunken. Wie sieht es mit dem Geschirr aus?

Zwar gilt das Mehrweggebot bei öffentlichen Veranstaltungen noch nicht komplett, doch die „Breminale“-Macher wollen es schon einmal umsetzen – und sehen das durchaus als Herausforderung. Das Mehrwegsystem des Festivals ist durchaus komplex und muss von allen Beteiligten vermutlich erst einmal eingeübt werden. Schließlicht geht es nicht mehr allein um die Rückgabe von Flaschen und Gläsern, sondern beispielsweise auch um die Rückgabe gebrauchter Teller – und die muss so organisiert werden, dass auch die Lebensmittelkontrolleure mit dem System zufrieden sind. Zum Thema „Getränke“ ist auf der „Breminale“-Website bereits ein Appell zu finden: „Glasflaschen sind die ökologischsten Getränkeverpackungen und darum für uns, da wo es geht, unverzichtbar. Darüber hinaus ist das Mitbringen von Getränken auf der Breminale ausdrücklich erlaubt. Damit das für immer so bleiben kann – lasst die Flaschen ganz!“

Haben die Festival-Organisatoren neben ihrem Mehrwegsystem noch weitere Öko-Themen im Blick?

Haben sie. So sind beispielsweise „Wasser-Refill-Stationen“ und eine solarbetriebene Bühne in Planung, heißt es dazu beim Team der „Breminale“.

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