Landesbank präsentiert Halbjahresbilanz

Mehr Vorsorge, weniger Gewinn

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Die Landesbank-Chefs. Von links gesehen: Heinrich Engelken, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Vorstandschef Dr. Stephan-Andreas Kaulvers und Dr. Guido Brune, Vertriebsvorstand.

Bremen - „Die operativen Erträge der Bremer Landesbank haben sich im ersten Halbjahr gut entwickelt.“ So heißt es in einer Bilanz für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres, die die Landesbank gestern vorlegte. Die Bank verdiente zum 30. Juni 29 Millionen Euro vor Steuern – nach 50 Millionen Euro zum 30. Juni des vergangenen Jahres.

„Das liegt im Rahmen der Planung“, hieß es gestern. Das Halbjahresergebnis nach Steuern beträgt 23 Millionen Euro (nach 35 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012). „Wir wussten, dass die Wertaufholungseffekte im Handelsergebnis nicht wiederholbar sind“, erklärte Vorstandschef Dr. Stephan-Andreas Kaulvers. „Daher sind wir in unserer Planung von einem ordentlichen Halbjahres ergebnis, wenn auch unter Vorjahresniveau, ausgegangen. Das haben wir durch die gute Entwicklung der operativen Erträge erreicht.“

Die Landesbank gilt als bedeutender Schiffsfinanzierer in der Region. „Im fünften Jahr der Schiffskrise zeigen sich zwar erste Erholungstendenzen, allerdings schleppend und auf niedrigem Niveau“, hieß es gestern. Vor dem Hintergrund der Entwicklung „insbesondere in der Handelsschifffahrt“ baute die Bank ihre Risikovorsorge für Schiffe erneut aus. Die Risikovorsorge sei um 27 Millionen Euro auf 131 Millionen Euro gestiegen. Die erhöhte Risikovorsorge habe die Landesbank „mit ihrem gestiegenen Zinsergebnis vollständig verdient“. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge belaufe sich „exakt auf Vorjahresniveau“ (88 Millionen Euro).

Im gesamten Jahr 2012 hatte die Risikovorsorge mit 228 Millionen Euro deutlich über dem 2011er-Wert (108 Millionen Euro) gelegen. Es war „mit Abstand die höchste Risikovorsorge, die diese Bank in ihrer Geschichte erlebt hat“, sagte Kaulvers Ende April bei der Vorstellung der Jahresbilanz. „Das ist ausschließlich aufs Schiffsportfolio zurückzuführen.“

Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet die Bremer Landesbank „ein solides Ergebnis“, hieß es gestern.

Die Nord-LB ist mit 54,8 Prozent an der Bremer Landesbank beteiligt, die Freie Hansestadt Bremen mit 41,2 Prozent und der Sparkassenverband Niedersachsen mit den restlichen vier Prozent. Der Landesbank-Neubau am Domshof, ein Projekt mit einem Volumen von etwa 50 Millionen Euro, soll im Frühjahr 2016 fertig sein. · kuz

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