Die neuen Betreiber ziehen nach gut drei Monaten eine positive Bilanz

Mehr Sicherheit im „Stubu“

Die neuen Betreiber des „Stubu“, Werner und Elisabeth Gerdes, legen großen Wert auf Sicherheit. Tatsächlich hat es seit der Wiedereröffnung im September bis auf kleine Rangeleien keine größeren Zwischenfälle in der Disco gegeben. ·
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Die neuen Betreiber des „Stubu“, Werner und Elisabeth Gerdes, legen großen Wert auf Sicherheit. Tatsächlich hat es seit der Wiedereröffnung im September bis auf kleine Rangeleien keine größeren Zwischenfälle in der Disco gegeben. ·

Bremen - Von Nina SeegersBremens meistbesuchte Diskothek, das „Stubu“, machte in den vergangenen Jahren viele Negativschlagzeilen und wurde vom Stadtamt geschlossen. Seit aber im Sommer das Ehepaar Elisabeth und Werner Gerdes die Disco übernommen hat, scheint sich die Lage deutlich entspannt zu haben. Sowohl die neuen Betreiber als auch das Stadtamt ziehen eine erste positive Bilanz.

Das „Stubu“ am Rembertiring ist mit einer Fläche von rund 2 000 Quadratmetern, die sich auf vier verschiedenen Ebenen verteilen, eine der größten Diskotheken Bremens.

Am Wochenende zählt der Laden nach Angaben des Betreibers an einem Abend über 2 000 Besucher. Werner Gerdes und seine Frau, die bereits seit einigen Jahren das „Aladin“ und und das „Shagall“ führen, haben die Entscheidung, das „Stubu“ zu übernehmen, bislang nicht bereut. Im Gegenteil, seit der Wiedereröffnung am 12. September dieses Jahres laufe es ausgesprochen gut, freut sich Werner Gerdes. Von den Gästen gebe es viele positive Rückmeldungen. „Wir haben renommierte DJs engagiert, das zahlt sich aus“, so Gerdes.

Dabei hatten es Werner und Elisabeth Gerdes nicht gerade leicht, als sie im Sommer das „Stubu“ übernahmen. Jahrelang herrschte dort eine fragwürdige „Tür-Politik“ vor, und spätestens seit einer Schießerei im Jahr 2006 und einer Messerstecherei im Jahr 2008 hat der Ruf des „Stubu“ stark gelitten.

Das Thema Sicherheit hat für das Ehepaar Gerdes deshalb oberste Priorität. „Es ist uns wichtig, dass unsere Gäste in Ruhe und sicher feiern können“, betont Werner Gerdes. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtamt, der Polizei und den Sicherheitskräften funktioniere hervorragend. An einem gutbesuchten Sonnabendabend seien bis zu 16 Sicherheitskräfte im „Stubu“ im Einsatz. Das Personal der Sicherheitsfirma sei freundlich zu den Gästen, könne aber auch konsequent durchgreifen, wenn es darauf ankomme, so Gerdes weiter. Natürlich habe es bei so vielen Besuchern schon kleine Rangeleien gegeben. „Zu größeren Zwischenfällen ist es bislang aber definitv nicht gekommen.“

Das bestätigt auch das Stadtamt. „Wir haben bislang keine Veranlassung, gewerberechtlich vorzugehen“, sagt die Leiterin des Stadtamtes, Marita Wessel-Niepel. Das Ehepaar Gerdes halte alle vom Stadtamt vorgegebenen Auflagen ein. „Wir sind in ständigem Kontakt mit den Betreibern und der Polizei, und sobald Fragen auftauchen, gibt es gemeinsame Gespräche.“ Trotzdem wird das Stadtamt auch in Zukunft ein wachsames Auge haben. „Das ist kein Misstrauen den Betreibern gegenüber, sondern einfach notwendig bei einer Diskothek mit vielen tausend Besuchern“, sagt die Stadtamtsleiterin. „Wir haben kein Interesse daran, dass das ,Stubu’ geschlossen wird, sondern, dass die Diskothek sicher geführt wird“, so Wessel-Niepel weiter.

Das „Stubu“ hat in Bremen eine lange Tradition. Der damals sehr renommierte Jazzclub war schon in den frühern 70er Jahren ein beliebter Treffpunkt. 1986 zog das „Stubu“ von der Ostendorpstraße im Viertel in die Straße Hinter den Schütting, bevor es sich 1994 am Rembertikreisel ansiedelte.

Inhaber und Leiter der Clubs war über viele Jahrzehnte Rainer Büsing, dem bis heute die Immobilie gehört. Büsing war 2007 vom Stadtamt wegen „gaststättenrechtlicher Unzuverlässigkeit“ endgültig die Konzession entzogen worden. Seitdem hat es mehrere Betreiberwechsel gegeben, bevor Werner und Elisabeth Gerdes das Tanzlokal im vergangenen Sommer übernommen haben.

„Rainer Büsing hat das ,Stubu‘ über viele Jahre top aufgebaut, das muss man einfach mal sagen, auch wenn immer so viele Leute über ihn schimpfen“, sagt Werner Gerdes. Bislang haben er und seine Frau die Disco von Büsing nur für ein Jahr gepachtet, die Vorkaufsrechte haben sie sich aber bereits gesichert.

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