18 Beschäftigte beginnen Schulung

Für mehr Sauberkeit: Neuer Ordnungsdienst nimmt Arbeit auf

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Innensenator Ulrich Mäurer (3.v.l.) begrüßt die Mitarbeiter des neuen Bremer Ordnungsdienstes, die jetzt mit ihrer Schulung begonnen haben.

Bremen - Kaugummispuckern, Männern, die in der Öffentlichkeit urinieren, oder Hundebesitzern, die ihren Vierbeiner nicht im Griff haben, geht es künftig an den Kragen. Der neue Ordnungsdienst, den Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) gerade vorgestellt hat, soll sich um diese Problemfälle kümmern. Ziel: Bremen soll nicht mehr so schmutzig aussehen.

Im Oktober 2017 hatte der Bremer Senat beschlossen, einen städtischen Ordnungsdienst einzusetzen. Zunächst besteht das Team aus 18 Mitarbeiter, Männern und Frauen. Dazu gehören eine Referatsleiterin, eine Einsatzleiterin und ein Einsatzleiter. Der Fokus des Ordnungsdienstes liegt auf der Kontrolle, betonte Senator Mäurer. 

Gleichzeitig sollen Verhaltensweisen unterbunden werden, die die Gemeinschaft beeinträchtigen, sagte er und nannte als Beispiel das Urinieren in der Öffentlichkeit. Mäurer gibt sich überzeugt: „Zukünftig wird mehr Ordnung und Sauberkeit in Bremen herrschen. Dazu ist es sicherlich nötig, den Ordnungsdienst künftig noch weiter personell auszubauen. Doch jetzt fangen wir erstmal an und sammeln bei der ersten Ausbildungsgruppe wichtige Erfahrungen.“

Schulung mit vielen Praxisteilen

Aufgrund der zahlreichen Aufgaben müssen die neuen Mitarbeiter zunächst für die unterschiedlichen Einsatzfelder geschult werden. Dazu gehören etliche Praxisanteile auf der Straße, so der Senator. Zu erkennen sind die neuen Ordnungshüter künftig an bestimmten Uniformen, die voraussichtlich Ende Juli zur Verfügung stehen werden. 

Zunächst laufen die Männer und Frauen in Zivil durch die Stadt. Voll einsatzfähig werden die Beschäftigten nach Beendigung ihrer Ausbildung ab dem 1. Oktober sein, sagte der Innensenator.

Die Aufgaben des neuen Ordnungsdienstes sind vielfältig. Das Team wird die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes kontrollieren, Beschwerden von Bürgern nachgehen und bei störendem oder gefährdendem Verhalten Platzverweise aussprechen. 

Gegen aggressive Bettler

Zu den Aufgaben zählt ferner, gegen aggressiv auftretende Bettler vorzugehen. Zudem sollen sie Sportwettstellen überprüfen, bei Großveranstaltungen und besonderen Ereignissen eingesetzt werden und die Vermüllung öffentlicher Wege unterbinden. Ferner gehört das Einhalten des Nichtraucherschutzrechtes zu ihren Aufgaben.

Mäurer betonte: „Das Aufgabenspektrum des neuen Ordnungsdienstes ist riesig, die Erwartungen in den Stadtteilen groß. Klar ist, dass wir nicht sofort überall sein können. Aber das Wichtigste ist, dass wir jetzt endlich mit einem Team anfangen.“ Ausgestattet ist der Ordnungsdienst mit drei Dienstfahrzeugen und sechs Dienstfahrrädern. Daneben erhält jeder Mitarbeiter ein Smartphone, um Kontakt zur Leitstelle der Polizei zu halten und die Vorgänge elektronisch zu erfassen sowie weiterzuleiten.

gn

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