Zentral-OP am Klinikum Links der Weser wird für 16 Millionen Euro saniert

Mehr Platz für Operationen

Der Ärztliche Geschäftsführer Dr. Arnd Steffen Böhle im Modulbau in einem von sechs OP-Sälen, die nach der Sanierung des altes Traktes wieder abgebaut werden. ·
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Der Ärztliche Geschäftsführer Dr. Arnd Steffen Böhle im Modulbau in einem von sechs OP-Sälen, die nach der Sanierung des altes Traktes wieder abgebaut werden.

Bremen - Von Viviane Reineking. Im Operationstrakt des Klinikums Links der Weser (LdW) wird zur Zeit nicht operiert, sondern saniert: Bis Ende 2014 investiert die Klinik hier nach eigenen Angaben rund 16 Millionen Euro, um die alten OP-Säle einer Rundum-Erneuerung zu unterziehen.

Bis dahin geht der Betrieb in einem Übergangs-Modulbau regulär weiter. Nichts erinnert mehr an die einst so sterile Umgebung, in der bis vor gut einem halben Jahr noch Patienten operiert wurden und Babys auf die Welt kamen. Jetzt beherrschen Beton und Staub das Bild. „Uns allen fehlt bisher noch die Phantasie, dass wir hier in einem Jahr wieder operieren sollen“, sagt Dr. Arnd Steffen Böhle, Ärztlicher Geschäftsführer und Chefarzt der Chirurgischen Klinik am LdW. Gestern gab er Pressevertretern einen Einblick in die Umbauarbeiten und in die Übergangslösung: sechs Operationssäle in einem eigens für die Sanierungsmaßnahme errichteten vorübergehenden Modulbau, in dem seit einem halben Jahr operiert wird.

„Es ist teilweise der Eindruck entstanden, dass wir nicht genügend OP-Kapazitäten hätten“, sagt LdW-Sprecher Rolf Schlüter. Das stimme so nicht: Der reguläre OP-Betrieb gehe mit der Interimslösung weiter. Während hier die Patienten versorgt werden, beginnt ein paar Meter weiter nach der Entkernung jetzt der Ausbau der alten OP-Säle zu einem modernen Zentral-OP „nach neuestem Stand der Technik“. Statt früher sieben stehen den Ärzten später acht identisch ausgestattete Säle sowie ein Hybrid-OP (s. Infokasten) zur Verfügung. Obwohl sich der neue OP-Trakt im Bereich des alten befindet, werden nach dem Umbau mehr Fläche generiert und mehr Kapazitäten geschaffen, um Patienten versorgen zu können, so Böhle. Durch eine komplett neue Raumnutzung und -gestaltung könnten Arbeitsabläufe optimiert werden.

Der Umbauphase ging eine zweijährige Planungsphase voraus: „Es gab eine enge Abstimmung zwischen den Akteuren, auch das Gesundheitsamt und die Krankenhaushygiene sind involviert“, sagte der 50-jährige Arzt, der täglich auch selbst im OP steht. Schließlich, so Böhle, ist dieser Bereich der teuerste und sensibelste eines Krankenhauses.

Aktuell müssen nicht die Patienten, wohl aber die Mitarbeiter in einer schmalen Umkleide und kleineren Sozialräumen enger zusammenrücken. Der Umbau bei laufendem Betrieb wäre laut Böhle billiger geworden, sei aber aufgrund der Lärmbelästigung undenkbar. Der OP-Bereich befindet sich zentral in der ersten Etage über der Intensivstation. Weil kurze Wege bei frisch Operierten unumgänglich sind, befindet sich der jetzige Modulbau zwischen Intensivstation und Hubschrauberlandeplatz. Auch deshalb sei ein Neubau an anderer Stelle nicht infrage gekommen.

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