Eisenbahnbrücke und Zeppelintunnel werden erneuert

Bremen: Mehr Platz für Züge und Laster

Der Zeppelintunnel und die Eisenbahnüberführung in Sebaldsbrück.
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Der Zeppelintunnel ist marode, die Eisenbahnüberführung mehr als 100 Jahre alt: Eine neue Brücke wird in den nächsten Jahren 70 Meter westlich der jetzigen gebaut.

Es geht los. Die Vorarbeiten für den Neubau einer Eisenbahnbrücke über die Sebaldsbrücker Heerstraße und eines Trogwerks unter der Brücke haben begonnen.

Bremen – Die Vorarbeiten laufen seit Januar. Im April 2024 soll eine neue Eisenbahnbrücke über der Sebaldsbrücker Heerstraße fertiggestellt sein. Ab Dienstag 1. Juni, wird die Hastedter Heerstraße von der Föhrenstraße bis zum Zeppelintunnel zunächst für Kampfmittelsondierungsmaßnahmen voll gesperrt. Geplant ist die Vollsperrung bis kurz nach Beginn der Sommerferien (26. Juli).

Die Eisenbahnüberführung „Sebaldsbrücker Heerstraße“ ist laut Deutscher Bahn seit 1913 in Betrieb. Sie liegt auf der vielbefahrenen Personen- und Güterverkehrsstrecke Wunstorf-Bremen. Die hohen Belastungen durch den Zugbetrieb haben der Brücke zugesetzt. Das mehr als 110 Jahre alte Bauwerk soll jetzt durch einen Neubau ersetzt werden, „um auch zukünftig eine sichere und leistungsfähige Schieneninfrastruktur herzustellen“, teilte die Deutsche Bahn mit.

Der Neubau soll 70  Meter westlich des heutigen Standorts entstehen, wird also in Richtung Hastedt verschoben. Und die neue Brücke wird mit 54,80 Meter (statt 28  Meter) fast doppelt so breit sein wie die aktuelle. Der Grund: Die Bahn will die Gleistrasse aufweiten. „Kabel und Leitungen müssen in neuen Verläufen verlegt werden“, heißt es. Außerdem werden Weichenverbindungen, Signalanlagen und die Oberleitung angepasst.

Probleme an der Bausubstanz

Gebaut wird nicht nur oben, sondern auch unten. „Ebenfalls altersbedingte Probleme an der Bausubstanz weist das 1923 erbaute Trogbauwerk unterhalb der Eisenbahnüberführung auf“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bremer Bauressorts. Und so wird die Brückenerneuerung zu einem Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bahn und der Freien Hansestadt Bremen. Für die Stadt führt das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) Regie auf der Baustelle.

Der Tunnel unweit der Zeppelinstraße ist nicht nur marode. Er ist mit einer Durchfahrtshöhe von 3,65 Metern für diverse Fahrzeuge zu klein. Der Zeppelintunnel ist folglich ein häufiger Gast in den Verkehrsnachrichten, weil immer mal wieder ein Lkw-Fahrer nicht auf die Beschilderung achtet und sich mit seinem Mehrtonner festfährt, die Hochleitung abreißt und den Straßenbahnverkehr auf die Linien 2 und 10 (Gröpelingen bis Sebaldsbrück) lahmlegt. Und wenn es mal kräftig schüttet, dann steht der Tunnel auch regelmäßig unter Wasser.

30 Millionen Euro bewilligt

Die Neubauplanung läuft seit Jahren. Ein Trogbauwerk ist vorgesehen. Die Straße unter der neuen Brücke wird um 2,50 Meter abgesenkt. So werden auch die „Entwässerungsprobleme gelöst“, heißt es. „Starkregenereignisse gehen in diesem Bereich nicht mehr zu Lasten der Verkehrssicherheit.“ Der Neubau „nebenan“ gewährleistet den Weiterbetrieb des Straßenbahnverkehrs während der Bauzeit.

Der Senat hat bereits im Sommer 2018 rund 30 Millionen Euro für den Tunnel-Neubau bewilligt.

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