Bremerhavens Eisbärmädchen hat einen Namen / Umzug in rund zwei Jahren

Die neue „Lale“ heißt „Lili“

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Eisbärmädchen hat nun endlich auch einen Namen: "Lili"

Bremerhaven - Von Jörg Esser. Das Bremerhavener Eisbärmädchen heißt „Lili“. Die achtköpfige Jury um Zoodirektorin Heike Kück folgte damit dem Namensvorschlag der allermeisten Einsender.

Namenspatronin ist die „Lili Marleen“ aus dem berühmten Lied der gebürtigen Bremerhavenerin Lale Andersen. Nach der Sängerin ist „Lilis“ große Schwester „Lale“ benannt, die mittlerweile im Zoo Emmen in Holland lebt.

Am 11. Dezember 2015 brachte Eisbärin „Valeska“ im Bremerhavener Zoo am Meer ein Baby zur Welt. Geburtsgewicht: 750 bis 800 Gramm, Geschlecht: noch unbekannt. Das Bärchen entwickelte sich prächtig. Und vor drei Wochen dann stand fest: „Es ist ein Mädchen.“ Und ein Wonneproppen. Schließlich brachte die Kleine 11,1 Kilo auf die Waage. Und das waren schon 1,4 Kilo mehr als ihre Schwester „Lale“ in jenem Alter wog. „Lale“? Richtig, das ist die kleine Eisbärin, die im Dezember 2013 in Bremerhaven das Licht der Welt erblickte – als erstes Eisbärbaby nach 41 Jahren und als erste Tochter von „Valeska“ und „Lloyd“. Zuvor waren in den 1928 als „Tiergrotten“ gegründeten Zoo bereits 29 kleine Eisbären geboren worden.

Zurück zu „Lale“. Sie wurde schnell zum Publikumsliebling und bescherte dem Zoo am Meer im Jahr 2014 Rekordzahlen von rund 380000 Besuchern. Im Juni 2015 ist „Lale“ dann nach Emmen umgezogen, wo sie sich mit Eisbärin „Noordje“ das Gehege teilt. Wenig später ließen die Tierpfleger „Lloyd“ wieder zu „Valeska“. Und ... die Beziehung erwies sich erneut als furchtbar. Ein zweiter Wurf innerhalb von zwei Jahren. „Wir haben definitiv nicht damit gerechnet“, sagte Kück. In der Regel dauere es drei Jahre, bis eine Eisbärin wieder trächtig wird. Doch wie heißt es so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel.

Zurück ins Eisbärengehege: „Lili“ hat 82 Tage nach der Geburt die Wurfhöhle verlassen, zeigt sich jetzt draußen auf der Anlage, allerdings noch abgeschirmt von den öffentlichen Blicken. Noch. Ende dieses Monats sollen die Zoobesucher „Lili“ das erste Mal zu Gesicht bekommen. Mehr als 3600 Namensvorschläge sind im Zoo und bei dessen Medienpartnern eingereicht worden. Hinter „Lili“ folgten auf den Plätzen „Hilde“. „Emma“ und „Merle“. Zu weiteren Vorschlägen zählten „Zoame“, „Schieter“, „Saily“, „HanseBeat“, „Sneedeern“, „Seacloud“ und „Malala“.

Wie „Lale“ soll auch „Lili“ als Botschafterin für die Problematik des Klimawandels und für den Schutz des gefährdeten Lebensraumes „Arktis“ stehen, sagt Kück. Und auch „Lili“ wird in anderthalb bis zwei Jahren Bremerhaven verlassen. „Aber sie nimmt immer ein kleines Stückchen Bremerhaven mit“, sagt die Zoodirektorin. Womöglich trifft „Lloyd“ dann ja wieder auf „Valeska“. Und ein neues Spiel beginnt.

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