Weber gratuliert Cornelia Holsten

Medienpolitik aus Bremen

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Gesprächstermin im Präsidentenzimmer – von links gesehen: Bürgerschaftspräsident Christian Weber, Cornelia Holsten (Direktorin der Landesmedienanstalt) und die CDU-Abgeordnete Susanne Grobien, Vorsitzende des Ausschusses für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Informationsfreiheit.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Direktorin der bremischen Landesmedienanstalt (Brema), Cornelia Holsten, ist zum Jahresauftakt an die Spitze der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten gerückt – und zugleich an die Spitze der Kommission für Zulassung und Aufsicht (mit dem zackigen Kürzel ZAK). Beide Ämter hat sie für zwei Jahre übernommen. Im Haus der Bürgerschaft sorgte das für Freude.

Bürgerschaftspräsident Christian Weber gratulierte Holsten. „Aus Bremen wird damit bundesweite konkrete Medienpolitik gestaltet. Das ist eine Ehre und Chance zugleich“, so der Sozialdemokrat. Und weiter: „Die Bürgerschaft und die Landesmedienanstalt pflegen seit vielen Jahren eine sehr enge Verbundenheit, die durch gemeinsame Veranstaltungen noch vertieft und ausgeweitet werden soll.“

Weber empfing Holsten gemeinsam mit der CDU-Abgeordneten Susanne Grobien, Vorsitzende des – Achtung, langer Titel – Ausschusses für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Informationsfreiheit. Uff. 

Bremen auf Freunde und Partner angewiesen

Weber betonte unterdessen, dass es „unser Land schmückt“, wenn Vertreter Bremens in überregionalen Gremien aufgrund ihrer Kompetenz in herausragende Positionen gewählt werden. Weber: „Ein kleines Land wie Bremen ist immer darauf angewiesen, Freunde und Partner zu gewinnen.“ Holstens neue Ämter wurden in der Vergangenheit stets von Vertretern „aus einwohnerstärkeren Bundesländern“ besetzt, hieß es im Haus der Bürgerschaft.

Holsten selbst möchte den Fokus auf Themen wie die Digitalisierung und den Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf den Alltag vieler Menschen lenken. „Ich möchte erreichen, dass die Menschen eine Haltung der Souveränität wollen, dass sie autark bleiben möchten und nicht Spielball von Algorithmen“, sagt sie. „Gesetze sind wichtig, aber schon der Schritt über die Landesgrenze reicht manchmal, sie zu umgehen. Deshalb ist Haltung so wichtig.“

„Wintergäste“ von Raabe bis Sievers

Die Temperaturen sollen ja sinken. . . und schon kommen sie wieder, die alljährlichen „Wintergäste“ von „Bremen Zwei“ – in der Zeit vom 20. Januar bis zum 17. Februar werden sie jeweils sonnabends um 11 Uhr zum einstündigen Talk im Foyer des Theaters am Goetheplatz erwartet. Es moderieren Katrin Krämer und Alexander Brauer. Der Eintritt ist frei. Frühstücksreservierungen sind beim Café-Restaurant „Theatro“ unter der Nummer 0421/32 60 48 möglich, sagte ein Sprecher.

Zum Auftakt betritt am Sonnabend, 20. Januar, ein Mann mit untrüglichem Gespür für Stil und Taktgefühl die Bühne, sein Smoking sitzt, und jeder Ton stimmt: Max Raabe. Schon früh hat er sich für Schlager der 20er und 30er Jahre begeistert und noch vor seinem Gesangsstudium das „Palast-Orchester“ gegründet. Raabe hat weltumspannend für ausverkaufte Säle gesorgt – in Bremen und Berlin, in Singapur, in Israel und in der Carnegie Hall in New York. Im Herbst hat er sein neues Album veröffentlicht: „Der perfekte Moment… wird heut verpennt“.

Zweiter „Wintergast“ ist am 27. Januar die Theater- und Filmschauspielerin Ulrike Krumbiegel. Sie wird über ihren neuen Film „Die Anfängerin“ sprechen. Sie spielt darin eine vom Leben enttäuschte Ärztin, die sich an ihren Kindheitstraum vom Eiskunstlauf erinnert und den Neubeginn auf Kufen wagt.

Tatortkommissar Kopper zu Gast

Am 3. Februar reist der Schauspieler Andreas Hoppe an, bekannt als „Mario Kopper“ im „Tatort“ aus Ludwigshafen: Als Halb-Sizilianer – in Ledermantel und mit Schiebermütze – hat er 22 Jahre lang im Italo-Oldtimer Kriminelle gejagt und nach Feierabend seiner Kollegin „Lena Odenthal“ alias Ulrike Folkerts Pasta und Rotwein serviert. Mit der 57. Folge hat sich Andreas Hoppe, selbst 57 Jahre alt, nun von dieser Rolle verabschiedet, die ihn berühmt gemacht hat.

Am 10. Februar packt ein leidenschaftlicher Reisender in Bremen seinen Koffer aus: Der Journalist und Autor Dennis Gastmann ist mit seiner Familie durch Japan getourt und nimmt seine Leser nun mit in diese fremde Welt. Der 39-Jährige hat in seiner Karriere Filme gedreht und sich einen Namen in Satiresendungen gemacht. In seinem Buch „Der vorletzte Samurai“ erzählt Gastmann nun vom Lichterrausch Tokios, von ordnungsliebenden Japanerinnen und dem meditativen Lotussitz.

„Wintergast“ am 17. Februar – Finale dieser Saison – ist Christian Sievers, der seit drei Jahren die ZDF-„Heute“-Nachrichten und das „Heute-Journal“ moderiert. Zuvor hatte der studierte Jurist fünf Jahre lang als Korrespondent aus Israel berichtet.

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