Musik und Medienkunst in Vegesack

Die Mechanismen des Unterbewussten

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Sängerin Schné (r.) tritt mit ihrem „Schné Ensemble“ in Vegesack auf.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Ein „Konzert mit Projektionen“ bietet das Vegesacker Geschichtenhaus in Kooperation mit der Arbeitnehmerkammer an – zur „Langen Nacht der Museen“ am Sonnabend, 20. Mai. „Between Heaven and Hell“ ist der Titel des Projekts, das ab 21.30 Uhr im Bremen-Norder Geschichtenhaus (Adresse: Zum Alten Speicher 5 A) zu sehen und zu hören ist. Dabei trifft der Berliner Foto- und Medienkünstler Boris Eldagsen auf das „Schné Ensemble“.

Zur Musik des „Schné Ensembles“ – es präsentiert eine Mischung aus Jazz, Chansons, Kammer- und Weltmusik – zeigt Eldagsen Foto- und Videoprojektionen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter der Nummer 0421/363 019 70 oder auch per E-Mail an anmeldung@arbeitnehmerkammer.de.

Das von deutschsprachiger Lyrik des 20. Jahrhunderts inspirierte „Schné Ensemble“ schreibt Liedtexte in englischer, französischer und deutscher Sprache. Die Besetzung an diesem Abend: Schné (Gesang), Mariska Nijhof (Akkordeon, Gesang), Ingo Höricht (Violine, Viola, Gitarre) und Michael Berger (Klavier).

„Boris Eldagsen erforscht in seinen Arbeiten die Mechanismen des Unterbewussten. Als Reservoir vergangener Erlebnisse speichert es Begierden und Gefühle, zu denen wir keinen rationalen Zugang haben. Bilder hingegen ermöglichen es, Emotionen und Erinnerungen freizusetzen“, so ein Sprecher der Arbeitnehmerkammer.

Bereits um 19.30 Uhr führt Eldagsen Besucher durch seine Ausstellung „The Marriage of Heaven and Hell“ in der Galerie des Vegesacker Geschichtenhauses. Spielführungen zur Geschichte Vegesacks sind dort in der Zeit zwischen 18 und 21 Uhr zu sehen.

Talk-Runde im Auswandererhaus

Zum „Internationalen Museumstag“ lädt das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven zu einer Talk-Runde, die am Sonntag, 21. Mai, um 11 Uhr beginnt.

Der „Internationale Museumstag“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Spurensuche – Mut zur Verantwortung“. Mit Blick auf die Arbeit des Auswandererhauses sprechen Dr. Simone Eick (Direktorin) und Tanja Fittkau (wissenschaftliche Mitarbeiterin, zuständig für die Museumssammlung) mit Stiftern von Aus- und Einwanderungsbiografien über dieses Thema. Der Journalist Gerhard Snitjer moderiert die Runde.

„Das Deutsche Auswandererhaus sammelt, bewahrt, erforscht und stellt die Lebensgeschichten von Migranten und deren Erinnerungsstücke aus. Es sind diese individuellen, sehr persönlichen Erzählungen, die das Thema Migration im Museum so lebendig und anschaulich werden lassen“, heißt es in einer Vorschau. Und: „Menschen vertrauen dem Deutschen Auswandererhaus ihre Familiengeschichten an in dem Wissen, dass diese dort entsprechend sensibel aufgenommen und verantwortungsvoll dokumentiert werden.“

Eine Sprecherin des Auswandererhauses: „Migrationsgeschichte objektiv darzustellen und sich dabei subjektiv erzählter Familiengeschichten zu bedienen, erfordert ein hohes Maß an Verantwortung.“ Und weiter: „Familiengeschichten und Zeitzeugeninterviews spielen bei der Erforschung von Biografie-, Mentalitäts- und Alltagsgeschichte eine wesentliche Rolle, denn diese lässt sich nicht alleine durch Objekte erfassen.“

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Beginn: 11 Uhr. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0471/90 22 00 ist erwünscht, hieß es.

Live-Aufnahme im Sendesaal

Das Trio des dänischen Pianisten Simon Toldam war bei seinem letzten Besuch im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee so begeistert von der Akustik des Saales, dass es spontan beschloss, hier seine nächste Platte live aufzunehmen. Und nun ist es so weit. Am Mittwoch, 31. Mai, um 20 Uhr – um ganz genau zu sein. Und wie es sich für ein Live-Album gehört, soll natürlich auch Publikum dabei sein. Gemeinsam mit Toldam auf der Bühne: Nils Davidsen (Bass) und Knut Finsrud (Schlagzeug).

Schlagzeug, Bass, Klavier – ganz klassische Besetzung also. Das Ensemble „ist eines der meistgerühmten und vielseitigsten Trios in Dänemark“, schwärmt eine Sprecherin des Sendesaals von den drei Musikern. „Mit einem so intensiven Interplay, dass sie die unheimliche Fähigkeit entwickelt haben, wie ein einziger Organismus zu atmen.“

Eintritt: 25 Euro, ermäßigt: 15 Euro. Tickets an der Abendkasse und auf der Homepage des Sendesaals.

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