„Massive Einschränkungen“ für Vereine und Schulen / 400000 Euro Sanierungskosten

Pilze in der Lüftung: Uni-Bad bleibt zu

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Der Weg zum Uni-Bad bleibt zunächst einmal versperrt. Jetzt werden andere Möglichkeiten gesucht.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Das Uni-Bad kann „bis auf Weiteres nicht geöffnet werden“, haben die Universität und die Gesellschaft Bremer Bäder gestern mitgeteilt. Eigentlich sollte das Bad nach den jährlichen Wartungs- und Renovierungsarbeiten in der Sommerpause nach den Sommerferien wieder öffnen (wir berichteten). Sportvereine und Schulen müssen sich nun auf „massive Einschränkungen“ einstellen, hieß es. „Allen betroffenen Schulen können alternative Angebote in anderen Bädern unterbreitet werden“, so das Sportressort.

In den Lüftungsanlagen und -schächten des Bades sind, wie gestern weiter erklärt wurde, freie künstliche Mineralfasern (von Glas- und Steinwolle) sowie Schimmelpilze und Sporen gefunden worden. Die Uni hatte – als Eigentümerin und Betreiberin der baulich-technischen Anlagen des Bades – Gutachten zur Raumluft- und Faserbelastung in Auftrag gegeben, nachdem bei Sanierungsarbeiten an der Lüftung Mängel aufgefallen waren.

In der Luft des Hallenbades seien keine Schadstoffe oder andere Auffälligkeiten nachgewiesen worden. Aber eben an den Messpunkten in der Lüftung. „Laut der Richtlinie VDI 6022 besteht sofortiger Handlungsbedarf, da ein gesundheitliches Risiko der Badegäste ausgeschlossen werden soll“, hieß es weiter.

Es sei nicht auszuschließen, dass Mineralfasern die Lüftung verlassen. Eine Reinigung der Lüftungsanlagen sei „aufgrund des schlechten Gesamtzustandes nicht mehr möglich“, urteilte ein Sachverständiger. Der Lüftungstechnik muss erneuert werden.

Die Sanierungskosten werden auf 400000 Euro geschätzt – zusätzlich zu den vorgesehenen Instandhaltungskosten in etwa gleicher Höhe, so Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Die Arbeiten wurden vorläufig gestoppt. Über die Bereitstellung der zusätzlichen Sanierungskosten müsse nun politisch entschieden werden: „Wir werden jetzt an die zuständigen Deputationen herantreten.“

An einer „schnellstmöglichen Beseitigung der Mängel führt trotz der hohen Kosten kein Weg vorbei“, so der Horner Beiratssprecher Stefan Quaß (CDU). „Sanierungsversäumnisse am Uni-Bad dürfen nicht dazu führen, dass der Schwimmunterricht für Kinder und Jugendliche von mehr als 20 Schulen einfach wegfällt. Dafür muss die Senatorin andernorts Wasserzeiten zur Verfügung stellen“, sagte der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Marco Lübke.

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