„Seestadtfest“ vom 24. bis 28. Mai in Bremerhaven 

Maritimes Großereignis mit viel Landgang

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Ein Treffpunkt für Seefahrer und Leute, die Schiffe gucken wollen, ist das „Seestadtfest“ in Bremerhaven.

Bremerhaven - Es dauert noch bis zur nächsten „Sail“ in Bremerhaven. Das Windjammerfestival ist für Mitte August 2020 geplant – fünf Tage, 270 Schiffe, 1,2 Millionen Besucher.

Doch auch bis dahin wird in Bremens Schwesterstadt gefeiert. Der Countdown für ein maritimes Großereignis läuft. In knapp einer Woche – am Mittwoch, 24. Mai, beginnt das fünftägige „Seestadtfest – Landgang Bremerhaven“. Es ist die zweite Auflage. Bei der Premiere vor einem Jahr zählten die Macher von „Erlebnis Bremerhaven“ rund 260 000 Besucher.

Die Seestadt will sich bis Sonntag, 28. Mai, in Feierlaune präsentieren. Versprochen wird Live-Musik „aus allen Stilrichtungen“, Street-Food „aus aller Herren Länder“ und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie. Und es wollen rund 25 Segelschiffe am Alten und Neuen Hafen festmachen. Dazu zählt mit der „Mir“ einer der größten Windjammer. Der schnellste Rahsegler der Welt war zuletzt zur „Sail 2015“ in Bremerhaven. Aktuell ist das 109  Meter lange russische Vollschiff im Skagerrak unterwegs. Premiere in Bremerhaven feiert die bulgarische Barkentine „Royal Helena“. Heimatrevier des 2009 neu gebauten Dreimasters ist das Schwarze Meer. Auch die Jagt „Norden“, ein knapp 30 Meter langer Frachtsegler mit Holzrumpf, kommt. Abgesagt hat hingegen mit der „Sedov“ ein Stammgast. Die russische Viermastbark liegt nach Angaben der Eigner in einer Werft in Kaliningrad fest. „Wir bedauern die kurzfristige Absage“, sagt Tourismusmanager Raymond Kiesbye.

1867 als Robbenfänger in Norwegen gebaut, schrieb die „Grönland“ schon 1868 Geschichte, als sie unter Kapitän Karl Koldewey zur ersten deutschen Polarexpedition nach Spitzbergen aufbrach. Das „Deutsche Schiffahrtsmuseum“ als heutige Eignerin lädt mit „Open Ship“ am Freitag und Sonnabend zum 150.  Geburtstag des jetzigen Museumsschiffes ein. Derweil trifft die Hansekogge „Ubena von Bremen“ auf die „Kieler Kogge“ und die „Kamper Kogge“ aus Holland, ein Nachbau der ältesten bisher gefundenen Kogge, die 1340 ihre Waren übers Meer transportiert haben soll.

Die Marine schickt die „Bonn“ vom Heimathafen Wilhelmshaven aus nach Bremerhaben. Der Versorger bestückt seit 2013 bundesdeutsche Marineschiffe mit Gütern aller Art und fährt mit ihrer Besatzung aus 170  Mann Ausbildungstörns und ist im Mittelmeer auch gegen Schleuser im Einsatz. Das Schiff wird am Donnerstagmittag gegen 14 Uhr erwartet und im Kaiserhafen gleich hinter der Klappbrücke festmachen.

An Land gibt es Live-Musik. Fünf Tage lang. Für Donnerstag ist ein „Plattfest“ geplant. Plattdeutsche Songs von Mittag bis Mitternacht. Mit dabei ist die Gruppe „Torfrock“. „Heidi“, „Leo Lachmaus“ und die „Biene Maja“ haben ihren Besuch im 6 000 Quadratmeter großen „Kinderparadies“ angekündigt. Fischbrötchen werden serviert, Bratwurst, Pommes, Flammkuchen und Street Food. Am Sonnabend steht ein Tanzwettbewerb auf dem Programm, am Sonntag ein Lastenradrennen.

Das „Seestadtfest“ läuft am Mittwoch von 12 bis 24 Uhr, am Donnerstag von 11 bis 24  Uhr, am Freitag von 12 bis 1 Uhr nachts, am Sonnabend von 12 bis 2 Uhr nachts und am Sonntag schließlich von 11 bis 20  Uhr. - je

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