„Maritime Woche“ lockt mit Spaß und Wissenschaft zahlreiche Besucher an die Schlachte

Drachenbootregatta zu Seemannsliedern

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Wissenschaft zum Anpassen: Das Forschungsschiff „Senckenberg“ machte am Schlachte-Ufer fest.

Bremen - Von Jörg Esser. Bremen Bremen - Von Jörg Esser. Maritim-feuchtes Wetter zum Abschluss der „Maritimen Woche“: Die vielen Regenschauer haben den Veranstaltern von der Einzelhändlervereinigung City-Initiative einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch die Bremer und Buten-Bremer ließen sich den Spaß nicht nehmen. „Schiffe gucken“ geht halt immer. So zogen die „Lampionfahrt“ und die „Bootsparade“ am Freitag- und Sonnabendabend wieder jede Menge Schaulustige ans innenstädtische Weser-Ufer. Nur die bunten Liegestühle, in einer lange Reihe der an der Promenade aufgestellt, blieben fast immer frei.

Auch gestern herrschte den ganzen Tag über Trubel und ausgelassene Stimmung an der Schlachte – von der Wilhelm-Kaisen- bis zur Stephanibrücke. Ein buntes Programm zog zahlreiche Besucher an. Vor

allem die Drachenbootregatta um den „Schlachte-Cup“ erwies sich als Publikumsmagnet. Buntbemalte und kostümierte Leute freuten sich des Wettbewerbs und ihrer Leistungen. Dazu gab’s laute Musik. Und einen maritim gefärbten Kajenmarkt als Zugabe. Mit Live-Auftritten von Bands und Seemannschören. Mit Poffertjes, Bratwurst, Fisch und Fleisch, Bier und

Prosecco.

Doch auch denjenigen, die am Weserufer stadtauswärts weiterschlenderten, wurde etwas geboten. Wissenschaft zum Anfassen sozusagen. Die City-Initiative und die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) hatten ein Bürgerfest unter dem Motto „Zehn Jahre Stadt der Wissenschaft“ auf die Beine gestellt. Und diverse Institutionen und Wissenschaftler zogen mit. Sie boten in Pagodenzelten und bei Vorträgen kurzweilige Einblicke in komplizierte Materien. „Forschungsergebnisse zum Kartoffelpuffer serviert, das hat was“, sagte ein Besucher. Zudem machte das Forschungsschiff „Senckenberg“ aus Wilhelmshaven an der Pier fest. „Das ist anschauliche Öffentlichkeitsarbeit“, sagte ein Vertreter des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (Marum). Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) lobte diese offensive und extrovertierte Form der Wissenschaftsvermittlung. „Das trägt dazu bei, dass die Wissenschaft in Bremen eine hohe Anerkennung genießt“, sagte die Senatorin bei einer Stippvisite auf dem Bürgerfest.

Bio-Currywurst, Bio-Nudeln – der Weg zurück zur Drachenbootregatta war öko-fair angehaucht. „Grüne Einkaufsführer“ wurden verteilt. Zudem gab es bei „Greenpeace“ Infos über die „Müllkippe Meer“. Ein Slogan lautete: Umweltschutz fängt schon beim Zähneputzen an. Genauer gesagt: Bei der Auswahl einer plastikfreien Zahnpasta.

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