Bremerhaven freut sich auf Kreuzliner und Windjammer

Maritime Tradition und maritimer Tourismus

Nimmt 2017 wahrscheinlich Kurs auf Bremerhaven: Das Segelschiff „Götheborg“ aus Schweden. - Foto: Robin/Erlebnis Bremerhaven

Bremerhaven - Kreuzliner und Windjammer – Bremerhaven bereitet sich auf die maritime Hochsaison vor und schafft Fakten für die kommenden Jahre. Für Freude in der Seestadt hat jetzt eine Entscheidung der Reederei Costa Crociere gesorgt.

Das Unternehmen mit Sitz in Genua wird mit Bremerhaven fortan – neben Kiel, Hamburg und Warnemünde – den vierten großen deutschen Hafen im Norden als Abfahrtshafen ansteuern. Die Costa Crociere – mit den Marken „Costa“ und „Aida“ – gehört zu Carnival, dem weltweiten Marktführer in der Kreuzfahrtbranche. Sie besitzt mit insgesamt 26 Schiffen sowie drei Neubauten, deren Übergabe für dieses Jahr geplant ist, die größte Flotte aller europäischen Kreuzfahrtgesellschaften.

Die „Costa Magica“ – ein 3 500-Betten-Schiff – soll von Bremerhaven aus im Jahr 2017 bis zu achtmal ins Nordland starten.

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sagte zur Costa-Entscheidung: „Unsere Bemühungen, den Kreuzfahrtstandort Bremerhaven intensiv zu vermarkten, trägt Früchte.“ Gemeinsam mit Terminal-Geschäftsführer Veit Hürdler hatte Grantz (als Aufsichtsratsmitglied des Kreuzfahrtterminals) eine Arbeitsgruppe „Kreuzfahrttourismus“ ins Leben gerufen. Zudem wurde der Standort Bremerhaven im Rahmen eines Podiumsgesprächs auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin präsentiert.

„Mit der Entscheidung von Costa für Bremerhaven dürfte das Kreuzfahrtterminal nun im Jahr 2017 ein Volumen von mindestens 150 000 Passagieren aufweisen“, sagte ein Seestadt-Sprecher. Und OB Grantz fügte an: „Dieses touristische Potenzial wollen wir durch eine noch stärkere Verzahnung zwischen Terminal, Stadt und ,Erlebnis Bremerhaven‘ nutzen und weiter ausbauen.“

Grantz hofft auf Schiffstaufe

Auch auf den Erstanlauf der „Mein Schiff 5“ im August freut sich Melf Grantz bereits. „Die TUI-Cruises-Geschäftsführerin Wybcke Meier hat sich mir gegenüber auf der ITB in Berlin nur positiv über den Kreuzfahrtstandort Bremerhaven geäußert.“ Der euphorisierte Oberbürgermeister hofft nun, dass die „Mein Schiff 6“ in Bremerhaven getauft wird.

Auch im Bereich der Traditionsschiffe und Windjammer tut sich einiges. So planen die Bremerhavener bereits jetzt Großsegler-Besuche für das nächste Jahr. Zu den für 2017 erwarteten Attraktionen gehört die „Götheborg“ aus Schweden, die 2015 zu den Publikumslieblingen der „Sail“ gehört hat.

Um Bremerhaven auf die Törnliste der Top-Großsegler zu bekommen, bedarf es „schon einiger Kontakte und Argumente“, hieß es in der Seestadt – in Anspielung etwa auf „die zeitliche und regionale Nähe zu anderen Großveranstaltungen“.

Diesen Synergieeffekt habe man für das Seestadtfest „Landgang Bremerhaven 2017“ und die holländische „Sail Den Helder 2017“ verabredet. Die gemeinsamen Favoriten kommen aus aller Welt – neben der „Götheborg“ möchten die Partner unter anderem auch die omanische „Shabab Oman II“, die „Capitán Miranda“ aus Uruguay und das argentinische Segelschulschiff „Libertad“ gewinnen.

„Ist die gemeinsame Schiffsakquise erfolgreich, dürfen sich Bremerhaven-Besucher auch 2017 auf zahlreiche Open-Ship-Termine freuen“, hieß es dieser Tage in der Seestadt weiter. 

kuz

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