Marcia Bittencourt im Focke-Museum

Tropische Momente

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Marcia Bittencourt sorgt im Focke-Museum für tropische Momente im Bremer Schmuddelwinter.

Von Jörg Esser. An Bord: Der Bremer Saxophonist Dirk Piezunka hat für heute, Montag, erstmals den Pianisten Martin Terens als Special Guest zu „Jazz on Board“ auf das Theaterschiff an der Tiefer gelotst. Die Session auf der schwankenden Bühne beginnt um 21 Uhr. Mit an Bord sind auch Schlagzeuger Ole Seimetz und Bassist Peter Schwebs. Der Eintritt ist frei.

An Bord: Der Bremer Saxophonist Dirk Piezunka hat für heute, Montag, erstmals den Pianisten Martin Terens als Special Guest zu „Jazz on Board“ auf das Theaterschiff an der Tiefer gelotst. Die Session auf der schwankenden Bühne beginnt um 21 Uhr. Mit an Bord sind auch Schlagzeuger Ole Seimetz und Bassist Peter Schwebs. Der Eintritt ist frei.

„Martin Terens ist ein Pianist mit einer individuellen und einzigartigen musikalischen Aussage, dessen Spiel und Kompositionen maßgeblich von verschieden Einflüssen zehrt“, sagt Theaterschiff-Sprecher Eggert Peters. Zurzeit lebt und arbeitet Terens in Hamburg und Berlin. 2014 wurde er mit einem „Herb-Alpert- Young-Jazz-Composers- Award“ der US-amerikanischen Verwertungsgesellschaft Ascap ausgezeichnet. Von 2012 bis 2014 war er ein aktiver Stipendiat der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission, die ihm ein Studium in New York ermöglichte. Das wiederum schloss er im Juni 2014 mit dem „Master of Performing Arts in Jazz Performance“ ab.

Im Museum: Brasilianische Rhythmen erklingen morgen, Dienstag, um 19Uhr im Focke-Museum. Die eisigen Temperaturen sind zwar dem typisch winterlichen Bremer Schmuddelwetter gewichen – das „Marcia Bittencourt Quintett“ bringt dennoch die Tropen an die Weser.

„Stimmgewaltig und charmant präsentiert Marcia Bittencourt den ganzen Zauber brasilianischer Musik“, sagt Museumssprecherin Ann-Katrin Axt. Bittencourts Programm „One Night Bossa“ sei „eine tiefe Verbeugung vor den reichen Traditionen eines riesigen Landes“. Die Rhythmen Afrikas, Europas Musikalität und die Poesie der Indios vermischen sich zu immer neuen Stilen, und die zeitgenössischen Kompositionen interpretiert sie mit all ihrer Präsenz und Liebe zu dieser Musik. Mit dabei hat sie „erstklassige Musiker“ – und zwar Nicolai Thein (Klavier), Raimund Moritz (Saxophon), Marcello Albrecht (E-Bass) und Oliver Spanuth (Schlagzeug).

Der Eintrittskarten für das Konzert kosten 15 Euro. Reservierungen sind telefonisch im Focke-Museum unter Telefon 0421/699600-50 möglich.

Im Konzerthaus: Orchester und Chor der Universität Bremen wollen unter der Leitung von Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß am Sonnabend, 6. Februar, in der Glocke das Oratorium „Odysseus“ von Max Bruch erstmals nach 120 Jahren wieder aufführen. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es im Konzerthaus unter 0421/336699.

Gläß hat nach eigenen Angaben das Stück „für Bremen wiederentdeckt“. Und darüber referiert die Dirigentin, Geigerin und Musikwissenschaftlerin gemeinsam mit Studenten am Sonnabend, 30.Januar, um 11 Uhr bei „Wissen um 11“ im Haus der Wissenschaft an der Sandstraße. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.

Ein Blick in die Historie: 1868 ist das „Requiem“ von Johannes Brahms in Bremen uraufgeführt worden. 1872 folgte Bruchs „Odysseus“. Gläß: „Beide Werke sind sehr dramatisch, bewegend und groß besetzt mit Solostimmen, Chor und Orchester.“ Die „Odysseus“-Uraufführung durch die „Singacademie in Bremen“ hat Bruch so begeistert, dass er ihr das Werk sogar widmete. Brahms übrigens verabschiedete sich 1875 mit einer Aufführung von Bruchs „Odysseus“ als Dirigent vom Wiener Singverein. Nachdem zunächst beide Werke gleichermaßen Erfolge feierten, wurde es ab 1900 um Bruchs „Odysseus“ still. Brahms’ Requiem dagegen gehört bis heute zum festen Repertoire der Kirchenchöre.

Zentrale Themen von Bruchs „Odysseus“ sind der Begriff Heimat und die Schilderung der Gefahren des stürmischen Mittelmeeres rings um Griechenland. Diejenigen, die heute auf demselben Meer ihr Leben aufs Spiel setzen, sind auf der Flucht aus ihrer Heimat in Vorderasien oder Afrika.

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