Marcel Barth will unter 50 Runden bleiben

„Ein gewisses Standgas ist da“

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Marcel Barth kommt offenbar auch bei der Sixdays-Hostess sehr gut an.

Bremen - Er wurde vom sportlichen Leiter Erik Weispfennig nicht verpflichtet, um in Bremen zu gewinnen, sondern um Spaß zu verbreiten. Und diesen Auftrag erfüllt Marcel Barth schon seit Jahren. Der 29-Jährige ist sich dessen bewusst: „Ich bin eben der Clown im Fahrerfeld.“

Seit zwei Jahren ist Barth, immerhin Junioren-Weltmeister im Punktefahren, semiprofessionell unterwegs. Hauptberuflich ist er seit dieser Zeit bei der Landespolizei in Erfurt und versieht Streifendienst. Was fast unglaublich ist: Auch sein Bremer Sixdays-Partner Alois Kankovsky (Tschechien) ist bei der Polizei.

Um sich in Bremen nicht der Lächerlichkeit preiszugeben, hat Barth fast seinen kompletten Jahresurlaub „verballert“, um sich auf die Sixdays in Bremen, Berlin und Kopenhagen vorzubereiten. „Ich war vom 24. November bis 23. Dezember zum Training in Thailand. Früher war ich in Australien, aber das ist mir zu teuer geworden“, sagt Barth. Auf dem Rückflug von Thailand machte er noch in Dubai Zwischenstation, um Johannes von Lütcken, den Vater des Bremer Bahnbauers Sebastian von Lütcken, zu besuchen. Zu seinem Formaufbau sagt Barth: „Ein gewisses Standgas ist da. Für mehr muss ich hart trainieren.“ Gibt es für Bremen denn sportliche Ziele: „Klar. Ich will unter 50 Runden Rückstand ins Ziel kommen.“ Am Sonntag waren es 34.

Und wie lange will Barth noch zwischen Sport und Beruf pendeln? Die Antwort ist präzise: „Ich bin jetzt 29 und habe mir vorgenommen, dass ich mit 30 Schluss mache. Also werde ich meine Karriere im nächsten Jahr beenden.“ Weispfennig wird ihm da bestimmt noch einen Vertrag geben.

Dass Barth für jede Überraschung gut ist, beweist er morgen: „Da helfe ich beim Abbau der Bahn mit. Ich hab’ ja noch Urlaub.“

töb

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