Der Ex-Minister Franz Müntefering ist nun SPD-Demografiebeauftragter / Besuch bei der Bremer Heimstiftung

„Man muss die Solidarität organisieren“

Ein gefragter Mann: Franz Müntefering im beschaulichen Hof des Alten Fundamts und Hauses im Viertel beim Interview.

Bremen - Von Ralf SussekBREMEN · Hoher Besuch in der Bremer Heimstiftung: Franz Müntefering, der neue Demografiebeauftragte der SPD, nahm sich fast einen ganzen Tag Zeit, um sich von den Konzepten der Heimstiftung für ein lebendiges und selbstbestimmtes Wohnen und der Umsetzung ein Bild zu machen.

Das Haus im Viertel, das Stadtteilhaus Huchting und das Stiftungsdorf Gröpelingen standen auf dem Besuchsprogramm des ehemaligen Vizekanzlers und Bundesministers für Arbeit und Soziales. Warum gerade Bremen? Nun, natürlich tut sich Müntefering in seinem Amt auch in den anderen Teilen der Republik um.

Dennoch: Die Heimstiftung muss sich mit ihrem Ansatz nicht verstecken. Sie setzt auf Häuser, die als lebendige Stadtteilzentren die Begegnung der Generationen fördern sollen. Dies scheint auch Müntefering so zu sehen.

„Wir müssen das Potenzial des Alters nutzen“, sagte er gestern im Pressegespräch. Alte Menschen müssten „in der Normalität leben, mit anderen Menschen zusammen“. Und genau das findet „Münte“ in Bremen vor. Menschen – auch alte – und Einrichtungen im Quartier sollen verbunden sein, sich helfen, unterstützen, begegnen. Dafür erforderlich sind laut Müntefering alten- und behindertengerechte Wohnungen („Das geht nicht überall“), erreichbar durch Hilfsdienste, Stadtteilhäuser, Netzwerke.

Müntefering ist ein Macher, ein Anpacker. Daran hat man keinen Zweifel. Spätestens, als er gefragt wurde, ob er Bremens Alt-Bürgermeister Henning Scherf besuchen wolle – der ja auch in einer besonderen Wohnform, einer WG, lebt –, offenbart sich dies. „Ja, der Henning Scherf ist ein Mutmacher; man muss die Solidarität aber organisieren“, sagte Müntefering. Das ist dann doch mehr als nur zu umarmen, möchte man fast ergänzen.

Nach dem Gespräch begab sich der 70-Jährige („Ich bin ein Älterer, in fünf bis zehn Jahren bin ich alt“) in die Wohngemeinschaft von acht Demenzkranken, die Teil des Hauses im Viertel (mit 85 Zwei- bis Dreizimmerwohnungen) ist. Ein weiteres Beispiel für ein „neues Miteinander im Quartier“.

WWW.

bremer-Heimstiftung.de

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