Die „Maitreya Loving Kindness Tour“ zeigt heilige Reliquien bedeutender Meister an der Domsheide

Universelle Botschaft des Buddhismus

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Marion Lange und Joachim Habekost neben der Ausstellung von alten, heiligen buddhistischen Reliquien. Die große Statue stellt den „Buddha der Zukunft“, Maitreya, dar.

Bremen - Von Viviane Reineking. Ein kleines, unscheinbares Kügelchen liegt in einem Glasgefäß. „Eine Perle aus dem Blut des Buddha Shakyamuni“, erklären Marion Lange und Joachim Habekost. Sie gehören der Bremer tibetisch-buddhistischen Gemeinschaft „Karma Thegchen Chö Ling“ an. Das Kügelchen gehört zu mehr als 60 Reliquien, die in der Ausstellung „Maitreya Loving Kindness Tour“ heute, Sonnabend, und morgen, Sonntag, in der Alten Post an der Domsheide gezeigt werden.

„Ringsel“ nennen Tibeter diese perlenartigen Kristalle. Der historische vierte Buddha Shakyamuni, so ist es überliefert, hat vor etwa 2500 Jahren gelebt. Auch verschiedene Überbleibsel seinen Kopfes sind in der Schau zu sehen, außerdem ein Zahn des Buddhas Kasyapa, der laut Maureen Cassera von der „Maitreya-Tour“ sogar noch älter sein soll. Die Sammlung zeigt heilige Reliquien des Shakyamuni und anderen bedeutenden buddhistischen Meistern aus Tibet, China und Korea. Der Dalai Lama, heißt es, habe der Sammlung acht Reliquien des historischen Buddha vermacht. „Gefunden wurden die ‚Ringsel‘ in der Asche der im Krematorium verbrannten Körper der Meister“, so Cassera. Buddhisten glauben, Reliquien bringen die spirituelle Qualität von Mitgefühl und Weisheit zum Ausdruck.

Die Ausstellung richtet sich ebenso wie die begleitenden Veranstaltungen nicht nur an Buddhisten, sondern an Menschen aller Religionen und Kulturen. So gibt es Vorträge, Filme, ein Friedenskonzert (morgen, Sonntag, 17 Uhr) und an beiden Tagen jeweils um 14 Uhr eine religionsübergreifende Meditation. Buddhistisch ordinierte Nonnen geben Besuchern auf Wunsch eine Segnung. Hinter der Ausstellung stehe die universelle Botschaft von Liebe, Freundlichkeit, Einigkeit und Verstehen, so Cassera. „Die Reliquien sehen vielleicht unspektakulär aus“, sagt Marion Lange. „Es ist jedoch nicht so sehr das, was wir zu sehen bekommen, als vielmehr das, was zu spüren ist, wenn man sein Herz öffnet.“ Die Ausstellung ist heute, Sonnabend, von 11 bis 19 Uhr, sowie morgen, Sonntag, von 11 bis 18 Uhr im Willehad-Saal der Alten Post zu sehen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

www.maitreyarelictour.com

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