27 Preise im Kinder- und Jugendwettbewerb „Dem Hass keine Chance“ / Viel Lob von den Erwachsenen

Mahnmale, Geschichten und Musicals

Mädchen und Jungen aus der Grundschule Am Weidedamm (Findorff) zeigen in der Oberen Rathaushalle zwei Auszüge aus ihrem preisgekrönten Musical „Rotasia – eine Geschichte aus dem Morgenland“.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Wenn der Hass irgendwo keine Chance hatte, dann gestern im Rathaus. Dort nämlich wurde tüchtig gelobt – bei der nunmehr 21. Verleihung des Bremer Jugendpreises „Dem Hass keine Chance“.

1 000 Kinder und Jugendliche hatten mitgemacht, etwa 300 von ihnen waren in die Obere Rathaushalle gekommen. „Von 50 Beiträgen konnten wir 27 auszeichnen“, sagte die Organisatorin Maria Meyer vom Landesinstitut für Schule.

Der Preis soll junge Menschen dazu anregen, sich mit Rassismus, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit ausein anderzusetzen. Ein Motto lautete: „Anders? Na und?“ Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD): „Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen. Man muss miteinander lernen, damit umzugehen.“ Die Teilnehmer konnten Gedichte und Geschichten, Theaterstücke und Filme, Lieder und Collagen einreichen – und so weiter, und so fort.

Der erste Preis – 1 000 Euro vom Senat – ging an Schüler des zehnten Jahrgangs der Paula-Modersohn-Schule in Bremerhaven. Zum Thema „Zwangsarbeiterinnen im Lager Wulsdorf“ haben sie ein Mahnmal entworfen, gebaut und errichtet. Ein weiteres Mahnmal – für Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus in Bremen – entwarfen und bauten die Schüler der Klasse 12.1 für Architektur und Bautechnik im Schulzentrum Alwin-Lonke-Straße in Bremen. Auch sie bekamen einen mit 1 000 Euro dotierten Senatspreis. Ein weiterer Senatspreis – 500 Euro – ging an die Grundschule Am Pulverberg für eine Arbeit über die Partnerschaft von Danzig und Bremen.

Einen der Sparkassen-Sonderpreise (250 Euro) gewann die Grundschule Am Weidedamm für ihr Musical „Rotasia – eine Geschichte aus dem Morgenland“. Ein Deutsch-Leistungskurs des Schulzentrums Walle bekam ebenfalls einen Sparkassen-Sonderpreis über 250 Euro – und zwar für ein Stadtteilführungsprojekt mit dem Titel „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Walle“.

Einen 400-Euro-Preis stiftete die Arbeitnehmerkammer. Er ging an Berufsschüler des Schulzentrums Alwin-Lonke-Straße. Die angehenden Straßenbauer hatten im vergangenen Jahr dabei geholfen, „Stolpersteine“ des Kölner Bildhauers Gunter Demnig in Bremen zu verlegen. Sie kommen vor Häusern ins Pflaster, in denen Opfer der NS-Zeit lebten. „Mit ihrem Projekt tragen die Berufsschüler dazu bei, dass wir uns an die Opfer der NS-Gewaltherrschaft erinnern – eine wichtige Voraussetzung, damit so etwas nie wieder passiert“, erklärte Hans Endl, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer.

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