Logistische Herausforderung bei den „Special Olympics“: 8 000 Essen täglich für Athleten, Betreuer und Helfer

Mahlzeiten mit sportlichem Charakter

Ilka Meis, stellvertretende Projektleiterin der „National Games“, und Veranstaltungsleiter Jürgen Formella zur Mittagszeit in der gut besuchten „Special-Olympics“-Kantine im Weserstadion.

Bremen - Von Viviane StrahmannBREMEN · Die „Special Olympics National Games“ sind nicht nur für die rund 4 550 Athleten, ihre Betreuer und Helfer eine große Herausforderung. Auch ihre Verpflegung bedeutet eine umfangreiche logistische Aufgabe, wollen alle doch gestärkt bei den Wettkämpfen dabei sein.

6 000 Mittagessen werden täglich im Weserstadion, in der Sporthalle neben Platz 11, beim Werdersee, in der Bremen-Arena und der Bowling-Wettkampfstätte am Rembertiring ausgegeben. Die Verpflegung der dortigen Teilnehmer und Volunteers ist in diesem Umfang für die im Stadion ansässige Cateringfirma „Eurest Sports  & Food“ eine Premiere.

Der VIP-Bereich der Nordgeraden ist das Reich von Veranstaltungsleiter Jürgen Formella und mit 3 000 Essen täglich die größte „Kantine“. In der Werder-Sporthalle in der Pauliner Marsch sind es beispielsweise 1 800 Mahlzeiten, an der Bürgerweide 1 250. Die Schwimmer im Unibad werden in der Mensa gemeinsam mit den Studenten verpflegt; 1 500 Essen mehr als an normalen Tagen werden hier verspeist.

Für die Sportarten Golf und Reiten zeichnet „Ihre freundliche Küche“ der Diakonischen Behindertenhilfe Lilienthal um Küchenleiter Thomas Brüger verantwortlich. Von hier aus werden auch die anderen Standorte mit einer Sonderverpflegung beliefert: „Allergiker beispielsweise konnten im Vorfeld ihre Unverträglichkeiten angeben, so dass besondere Ernährungssituationen einzelner berücksichtigt werden können“, sagt Ilka Meis, stellvertretende Projektleiterin der „National Games“ und zuständig für logistische Planungen im Bereich Verpflegung und Sport. Damit kein „Ernährungs-Lagerkoller“ aufkommt, gibt es täglich ein anderes Menü, dazu ein vegetarisches Essen zur Auswahl. „Die Mahlzeiten ‚sportlerverträglich’ anzubieten, war eine ganz bewusste Entscheidung, denn mit Pommes und Currywurst bringen wir hier niemanden weiter“, sagt Sven Hautz, von „Eurest Sports & Food“. Statt Fettigem oder Frittiertem kommen so wohlklingende Mahlzeiten wie „Scaloppine von der Putenbrust“, Hühnerfrikassee mit Reis oder am heutigen Freitag Fisch auf den Tisch.

Das Essen des Caterers wird am Tag vorher in eingeschweißten Menüschalen aus der Großküche ins Stadion geliefert, aufgewärmt und dann auf die Wettkampfstätten verteilt. Dafür beginnen bereits um 4 Uhr morgens die Vorbereitungen: Besteck und Servietten, Becher und Nachtisch werden zusammengestellt und in Kisten verpackt.

Für das Mittagessen und den kleinen Hunger zwischendurch „stehen uns knapp 6 000 Kilogramm Äpfel, 16 000 Schokoriegel und dazu 40 000 Liter Wasser zur Verfügung“, vervollständigt Ilka Meis das Verpflegungsangebot.

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