Magische Momente mit Thommy Ten und Amélie van Tass

Magierpaar verzaubert sein Publikum im Bremer Musicaltheater

+
Spiel mit dem Publikum – das Magierpaar Thommy Ten und Amélie van Tass im Bremer Musical. Am Ende wurde das Duo mit stehenden Ovationen gefeiert. 

Bremen - Von Viviane Reineking. Erstaunliches trägt sich im Bremer Musicaltheater am Richtweg zu: Die beiden Mentalmagier Thommy Ten und Amélie van Tass zeigen in ihrem Programm „Einfach zauberhaft“, was durch ihre „besondere Verbindung“ zueinander möglich ist.

Es ist nicht die ganz große und pompöse Show, wie sie etwa Zauberkünstler wie Hans Klok und die „Ehrlich Brothers“ auf die Bühne bringen. Und doch: Die selbsternannten „Gedankenkünstler“ unterhalten die von ihnen „gezählten“ 773 Besucher im nur etwa zur Hälfte ausgelasteten Musicaltheater bestens. Das mag auch daran liegen, dass die Zuschauer eine aktive Hauptrolle an diesem „zauberhaften“ Abend spielen.

Als „The Clairvoyants“ – übersetzt: „Die Hellseher“ – belegten die beiden Österreicher in der amerikanischen Talentshow „America’s Got Talent“ Platz zwei, traten unter anderem am Broadway in New York und in Las Vegas auf und wurden im vergangenen Jahr mit dem „Zauber-Oscar“ – der weltweit höchsten Auszeichnung der Zauberbranche – geehrt.

„Wir Menschen“, sagt Amélie van Tass, „sind erstaunliche Wesen. Wir können Verbindungen zu Gegenständen aufbauen, aber auch zu Menschen.“ Dass das auch zwischen zwei einander fremden Menschen geschehen kann, präsentieren die amtierenden „Weltmeister der Mentalmagie“ ihrem Publikum in Bremen auf eindrucksvolle Weise.

„Auch ich habe die Berührungen gespürt“

Auf der Bühne stehen sich Caroline und Rolf gegenüber, atmen ein paar Mal tief durch und nehmen auf zwei hohen Stühlen Platz. Sie kennen sich nicht, so sagen sie. Tippen die beiden Zauberkünstler ihre Bühnengäste zeitgleich, aber lautlos an, heben diese ihren linken Arm. Nach ein paar Malen hebt Caroline ihren Arm, obwohl Amélie nur Rolf antippt. „Auch ich habe die Berührungen gespürt“, sagt die Besucherin. Großes Staunen im Publikum.

Tatsächlich eine magische Verbindung zwischen zwei Menschen oder ein gut gemachter Trick? Letzteres wohl, und dennoch: „Unglaublich, wie kann das bloß sein?“ So rätselten die Besucher in der Pause über das eigentlich doch Unmögliche.

Der 500-Euro-Schein in der Zitrone

Als er Amélie traf, habe er sofort diese spezielle Verbindung zwischen ihnen gespürt, erfahren die Besucher von Thommy Ten. Mit der Zeit sei die Verbindung gewachsen. „Dadurch können wir unglaubliche Dinge zusammen bewirken“, so van Tass. Während sie mit verbundenen Augen auf der Bühne sitzt, geht Ten durchs Publikum und nimmt Gegenstände entgegen. Sie „fühlt“, was er in der Hand hält: ein Schlüsselbund samt Magnetchip, ein Feuerzeug, eine Kreditkarte. Sie nennt deren Ablaufdatum und Seriennummern von Geldscheinen, redet von „weiblicher Intuition“ und einer „inneren Stimme“. Neben mentaler Magie zeigt vor allem Thommy seine Zauberkünste, lässt einen 500-Euro-Schein verschwinden, in einer scheinbar unversehrten Zitrone wieder auftauchen und zaubert aus einer Box seine Magier-Partnerin hervor.

„Unser Gehirn ist ein komplexes Ding“, sagt die ausgebildete Tänzerin Amélie. Und ein faszinierendes, wie die Zuschauer selbst erfahren können: Sie hält sich eine sich drehende Scheibe mit einer abgebildeten Spirale vor den Kopf, die Zuschauer fixieren sie. Nimmt sie die Scheibe weg, wird ihr Kopf scheinbar größer und größer.

Groß auch die Begeisterung an diesem magischen Abend, der nach etwa zweieinhalb Stunden mit stehenden Ovationen endet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Israels Armee riegelt Gazastreifen nach Raketenangriffen ab

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Tödlicher Unfall zwischen Clues und Heiligenfelde

Altpapiercontainer gerät in Brand

Altpapiercontainer gerät in Brand

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

„Helene Fischer Show“ 2017: Alle Infos zu Gästen, Sendetermin und Live-Stream

Meistgelesene Artikel

Grünkohl als Öl und Praline

Grünkohl als Öl und Praline

Bremer Borgward-Areal: Kauf verzögert sich

Bremer Borgward-Areal: Kauf verzögert sich

Bremen: Auftakt in Drogenprozess gegen vier Männer

Bremen: Auftakt in Drogenprozess gegen vier Männer

„Harms am Wall“: Zeitpunkt für Abriss völlig offen

„Harms am Wall“: Zeitpunkt für Abriss völlig offen

Kommentare