Burg im Schatten der Ruine

Offener Sonntag mit Faltrad-Rennarena, „City-Viertel-Express“ und Fanartikeln in Bremen

Mit Klapprad aus den 70ern: Bernd Kretzer am Wall. - Foto: Kuzaj
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Mit Klapprad aus den 70ern: Bernd Kretzer am Wall.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Verkaufsoffener Sonntag im Viertel und in der Innenstadt, „Wallfest“ mit „German Folding Bike Open“, dazu der Finaltag des Straßentheaterfestivals „La Strada“ – wer am Sonntag in Bremen Ablenkung suchte, hatte schon im Bereich von City, Ostertor und Steintor reichlich Möglichkeiten dazu.

Das Wetter war – jedenfalls aus kaufmännischer Sicht – geradezu ideal. Nicht zu heiß, nicht zu sonnig, nicht zu verregnet. Der extra für den offenen Sonntag zum „City-Viertel-Express“ umfunktionierte Bremer „Stadtmusikanten-Express“ kutschierte die Kaufwilligen und Flaneure durch die Gegend. Und dann waren da noch diese merkwürdigen Zweiräder – Klappräder, Falträder. Mit vielfach bunt und schrill verkleideten Fahrern jagten sie den Wall entlang – bei den „German Folding Bike Open“ ging es schließlich auch um Titel. Aber nicht nur. Es ging auch um den Spaß.

Der Bremer Bernd Kretzer (47) etwa trug eine schöne Medaille – es war die, die es für die Teilnahme gab. Sein orangefarbenes Rad – eine Augenweide für Nostalgiker. „Ein ,Rixe‘-Klapprad“, so Kretzer. „Ein Original aus den 70ern.“ Wo bekommt man so etwas? „Auf dem Flohmarkt.“ Und wie kommt man auf die Idee, Klappräder und Klappradrennen zu seinem Hobby zu machen? Kretzer hat eine überzeugende Antwort: „Das macht nicht jeder.“

Neben der mit britischen Flaggen dekorierten Faltrad-Rennarena gab‘s auf dem „Wallfest“ weitere Zerstreuungsmöglichkeiten – kulinarische (Pizza, Bratwurst, Cocktails) wie anderweitige (Liegestühle, Henna-Malerei, Elektromobile). Und im Schatten der Ruine – eine Burg. Eine Hüpfburg – schräg gegenüber von der weit abgerissenen Harms-Brandruine, die (wenn man das so sagen darf) eine Attraktion für sich war. Viele Passanten jedenfalls nutzten die Gelegenheit, sich die Abrissstelle mal aus der Nähe anzusehen.

Patriotisch ging‘s derweil in der Lloyd-Passage zu. Noch rechtzeitig vor dem Anpfiff des WM-Spiels gegen Mexiko waren hier Deutschland-Fan-Utensilien im Angebot.

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