Lyrisch und feurig zugleich

Miguel Zenón spielt im Sendesaal

Der puerto-ricanische Altsaxophonist Miguel Zenón tritt mit seinem langjährigen Stammquartett auf. - Foto: Sendesaal Bremen

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Der so lyrische wie feurige puerto-ricanische Altsaxophonist Miguel Zenón kommt mit seinem langjährigen Stammquartett nach neun Jahren wieder mal in den Sendesaal“, heißt es voller Vorfreude in dem Konzertsaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee. Zenóns Konzert beginnt dort am Dienstag, 27. Februar, um 20 Uhr.

Der Künstler gewann 2014 den „Critics Poll“ der „Jazz Times“, 2015 wählte ihn die „Jazz Journalist Association“ zum „Altsaxophonisten des Jahres“. Seit mehr als zehn Jahren hat er sein eigenes Quartett „mit einer enorm stabilen Besetzung, mit dem er mittlerweile zehn CDs herausgebracht hat“, so eine Sprecherin des Sendesaals. Zuletzt – im vergangenen Jahr nämlich – ist das Album „Tipico“ erschienen.

Mit Zenón werden im Sendesaal erwartet: Luis Perdomo (Klavier), Hans Glawischnig (Bass) und Henry Cole (Schlagzeug). Eintritt: 25 Euro, ermäßigt 15 Euro. Karten gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

Bremer Autor stellt Erzählung vor

Unendlich viel auf Deutschlands Autobahnen unterwegs, eilt er geradezu zwanghaft von Dating-Kontakt zu Dating-Kontakt – der Ich-Erzähler im aktuellen Buch des Bremer Schriftstellers Jörn Birkholz (wir berichteten). Bis der Protagonist in Rostock-Lichtenhagen und in wirklich trostlosen Verhältnissen hängen bleibt. Ein unvorhergesehenes Ereignis kommt hinzu – und plötzlich ist alles ganz, ganz anders.

Birkholz erzählt seine Geschichte knapp, schnell und hart. Er macht es schnörkellos und gekonnt. Erschienen ist die Erzählung mit dem Titel „Das Ende der liegenden Acht“ im österreichischen Sisyphus-Verlag (108 Seiten, Preis: 12,80 Euro). Am Dienstag, 13. Februar, stellt der Bremer Autor seine Erzählung in der Zentralbibliothek (Am Wall 201, früheres Polizeihaus) vor. Beginn: 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, so ein Bibliothekssprecher. Die Einführung spricht der Autor und Künstler Stephan Groß.

Eine Utopie als Experiment

Utopie oder Legende? Die Buchpräsentation „Experiment Auroville – Leben auf eigene Gefahr“ ist Teil der Feiern zum 50-jährigen Bestehen der im indischen Bundesstaat Tamil Nadu gelegenen internationalen Stadtgründung namens Auroville – wo Männer und Frauen, Kinder, Jugendliche und Alte aus etwa 50 Ländern aller Kontinente zusammenleben.

Der Dokumentarfilmer und Drehbuchautor Herbert Eisenschenk erzählt in seinem Buch von den Menschen und seinen Eindrücke und Beobachtungen aus dem südindischen Ort. Am Donnerstag, 15. Februar, stellt er den Band in der Zentralbibliothek vor. Die Lesung beginnt um 19 Uhr im „Wall-Saal“. Die Bibliothek bittet Besucher, den Zugang „Am Wall“ zu benutzen. Der Eintritt ist frei.

2013 drehte Herbert Eisenschenk die Filmdokumentation „Auroville – Eine andere Welt ist möglich“. Der Frankfurter Autor und Filmemacher misst dem „Experiment Auroville“ wegen seiner gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen, urbanen und spirituellen Neuerungen eine globale Bedeutung für die Zukunft der Menschheit zu, heißt es in einer Ankündigung. Und weiter: „Gerade in einer Zeit wie der unsrigen bietet Auroville eine konkrete Utopie und echte alternative Perspektive für das Zusammenleben und die bewusste Entwicklung der Menschheit.“ Eine Diskussion mit dem Autor und mit Bremer Auroville-Freunden schließt sich der Buchvorstellung an.

Pendler in der Galerie

18,4 Millionen Menschen pendeln jeden Tag bundesweit zur Arbeit, Tendenz steigend. „187 500 Ein- und Auspendler sind es in Bremen“, so ein Sprecher der Bremer Arbeitnehmerkammer. Jetzt präsentiert die Kammer eine Kunstausstellung zum Thema. Es geht vor allem um das Bahnfahren, tägliche Erfahrung vieler Pendler.

Die Fotografin Sabine Lewandowski ist selbst Berufspendlerin und verbringt täglich mehrere Stunden im Bus, im Zug und der U-Bahn. Sie hat im Laufe eines Jahres mit dem Smartphone in den Morgen- und Abendstunden die flüchtigen Momente beim Blick nach draußen eingefangen – „poetische Schwarz-Weiß-Aufnahmen, kleine Bildgedichte aus vorbeiziehenden Fensterlandschaften“, heißt es. Zu sehen sind sie in der Galerie im Foyer an der Bürgerstraße 1 vom 5. März bis zum 31. Mai.

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